Bildungsstadt Innsbruck: Qualität geht vor Quantität

Innsbruck kann dem modernen Campus-Gedanken, der Bündelung von sich ergän-zenden Bildungseinrichtungen, viel abgewinnen. Um das begrenzte Platzangebot gut zu nutzen, arbeitet die Stadt an Campus-Anlagen, die Wege verkürzen und Synergien vereinfachen. In einer Stadt mit 135.000 Einwohnern, aber etwa 50.000 Menschen in Bildungseinrichtungen klingt das nach einer richtig guten Idee.


Innsbruck liegt in einer zentralen Lage im Herzen Europas und hat weder nach Italien noch in die Schweiz, nach Liechtenstein oder Deutschland allzu weite Wege. Entspre-chend international und vielfältig sieht auch die Bevölkerung der Schul- und Universitätsstadt aus – gerade das Angebot an mittleren und höheren Bildungsein-richtungen ist über die Grenzen hinaus wohlbekannt. Knapp 10.000 Schüler pendeln täglich in die Stadt, mehr als 30.000 Studierende sind Hörer an den Universitäten. „Wir verstehen uns als Bildungsstadt“, bestätigt auch Mag. Wolfgang Grünzweig, Referent von Bildungsstadtrat Stadtrat Ernst Pechlaner.

Modernes Unileben. Die Medizinische Universität Innsbruck mit ihren rund 1.400 Mitarbeitern und rund 3.000 Studierenden ist gemeinsam mit der Universität Innsbruck die größte Bildungseinrichtung in Westösterreich und bedient vor allem das Einzugsgebiet Tirol, Vorarlberg, Südtirol, Deutschland und Liechtenstein. Hier kann Human- und Zahnmedizin studiert werden, seit 2011 wird auch ein Bachelor- und seit 2014 ein Masterstudium für Molekulare Medizin angeboten. Schwerpunkte der For-schung liegen in den Bereichen Onkologie, Neurowissenschaften, Genetik, Epigenetik und Genomik sowie Infektiologie, Immunologie & Organ- und Gewebeersatz. Forschung und Uniklinik sind weit über die Grenzen des Landes für ihre Erfolge bekannt. Über die Geschichte sind die Medizinische Universität und die Universität Innsbruck verbunden. Sie gehen auf die im Jahr 1669 von Kaiser Leopold I. gegrün-dete Universität zurück. 2019 werden also 350 Jahre gefeiert.
An der Universität Innsbruck tummeln sich gut 28.000 Studierende, 17.000 davon Österreicher – der Bildungsstandort Innsbruck hat also auch hier einen starken internationalen Faktor.