Sonnige Aussichten für E-Mobility?

Umweltschonend, geräuschlos, Fahrspaß und langfristig kostensparend: Elektroautos erfreuen sich in Österreich einer steigenden Beliebtheit. So gut wie jeder Automobilhersteller hat bereits E-Fahrzeugmodelle im Sortiment – und die Politik will ab 2016 mit neuen Rahmenbedingungen der Elektromobilität mehr Aufwind verleihen.

Kein anderer Fahrzeugtyp verbreitet sich in Österreich aktuell rascher als Elektro-autos, allerdings auf einem sehr bescheidenen Niveau. Während im Jahr 2009 noch etwas mehr als 200 voll-elektrische Fahrzeuge zugelassen waren, sind es heuer bereits über 5.300 E-Autos, die lärm- und emissionsfrei auf heimischen Straßen unterwegs sind. Rechnet man hybride Fahrzeugmodelle (Verbrennungs- plus Elektromotor) hinzu, die auch an der Steckdose geladen werden können (Plug-in-Fahrzeuge), sind dies immerhin 6.700 elektrifizierte Fahrzeuge.

Ob Privatpersonen oder Unternehmen, immer mehr Österreicher entscheiden sich für ein Fahrzeug mit voll-elektrischem Antrieb. Laut Statistik Austria wurden bis Herbst 2016 rund 1.222 Elektroautos neu zugelassen – ein Plus von 30,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Liste der im Kalenderjahr 2015 neu zugelassenen Elektroautos, Stand Oktober, führt das Model S von Tesla (376 Einheiten) vor dem Renault Zoe (190) und dem Nissan Leaf (146) an. Doch auch der BMW i3, der VW E-Golf VII oder der KIA Soul EV verzeichneten jeweils über 100 neu zugelassene Fahrzeuge zwischen Jänner und September. Aufgeschlüsselt nach Verwendungs¬gruppe führt der Handel mit 481 Einheiten, dann folgen Angestellte (297) und der Dienstleistungssektor (274).

Ladeinfrastruktur entscheidend. Entscheidend für die Anschaffung eines Elektro-autos ist nicht nur der Preis und die Wirtschaftlichkeit bzw. der Umweltschutz, son-dern vor allem auch, schnell und flächendeckend aufladen zu können. Unternehmen wie ABB, Phoenix Contact und Schrack bieten immer mehr Lösungen für rasches Aufladen. Phoenix Contact aus Wien etwa liefert Module für Ladesteuerungen, die Fehler minimieren und damit auch das Funktionieren der Ladestationen verbessern. ABB verkaufte im November 2015 die bereits hundertste Highspeed-Ladestation in Österreich an das SMATRICS-Konsortium. Und Schrack Technik will 2016 eine ganz neue Art von Stromtankstellen auf den Markt bringen.