Krems auf Zukunftskurs

Seit dem Jahr 1995 ist Krems Universitätsstadt und hat einen ausgeprägten Bildungsschwerpunkt. Mit nahezu ebenso vielen Schülern und Studenten wie Einwohnern sind die Herausforderungen für die Stadtentwicklung klar: Wohn- und Freizeitangebote sind mehr als gefragt.

Bildungshungrigen ist die nieder­österreichische Stadt Krems längst ein Begriff: Die Donau Universität, die Danube Privat Universität für angehende Zahnmediziner, die IMC Fach­hoch­schule oder die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswis­senschaften und die Kirchliche Pädago­gi­sche Hochschule stehen für Hochschulbildung auf hohem Niveau und ziehen Studenten aus dem In- und Ausland an. Dass Studierende naturgemäß auch in ihrer Freizeit „gut versorgt“ sein wollen und neben Wohnmöglichkeiten natürlich Angebote von Sport über Kultur oder Gastronomie genießen möchten, hat Krems schon vor Jahren dazu veranlasst, sich mit aktiv mit zukunftsweisenden Entwicklungsthemen auseinanderzusetzen. Im Vorjahr fiel der Startschuss für die Entwicklung eines Bürgerbeteili­gungsmodells, das im Dialog mit den Bewohnern erarbeitet wurde. 

Wo Krems hin will, zeigt das Stadtent­wicklungskonzept für das Jahr 2030 denn: „Wir haben 25.000 Einwohner und etwa 13.000 Studierende sowie 6.000 Schüler. Das zeigt einerseits den hohen Stellen­wert von Krems als Bildungsstandort, aber auch die Notwendigkeit, passende Konzepte für die Stadtentwicklung zu entwerfen, die diese Zahlen berücksichtigen“, erklärt Doris Denk, die für die Stadtkommunikation von Krems sorgt. Gemeinsam wurde eine klare Vision formuliert: Krems will die lebenswerteste Kleinstadt im gesamten Donauraum werden. Dazu war jedoch eine Abkehr von bisherigen stadtplanerischen Modellen erforderlich, die Leistungen den Geldmitteln anpassen. Jetzt geht es an die „Wirkungsorientierung“, das heißt, zuerst werden klare Ziele definiert, dann die Wege dorthin und schließlich wird laufend beobachtet, ob die Richtung noch stimmt.