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Zukunftsbranchen 2010/01

 

Workshops gegen Ängste

„Angst ist die Voraussetzung fürs Überleben“, meinte der deutsche Journalist Peter Scholl-Latour. Doch auch hier gilt: was zu viel ist, ist zu viel. Wenn Phobien das Leben zum Spießrutenlauf machen, ist rasches Handeln angesagt!

Linienflug Wien-Rom, ein voll besetztes Flugzeug einer südeuropäischen Fluglinie im Landeanflug auf Paris. Der Pilot macht folgende Durchsage über den Lautsprecher im Passagierraum: „Cabin Crew, Cabin Crew, lasst euch sagen: In fünf Minuten werden wir in Rom aufschlagen.“ Einige wenige Passagiere lachen, der Großteil findet das Scherzchen sichtlich alles andere als lustig. Ängstliche Mienen und Totenstille bis das Flugzeug am Gate andockt. Dann verärgertes Geplauder, erleichterte Gesichter – so sieht es wohl aus, wenn ein Scherz sein Ziel verfehlt. Die verängstigten Passagiere waren in diesem Fall keine Ausnahme. „Immerhin ein Drittel aller Fluggäste leidet mehr oder weniger unter Flugangst“, erzählt Mag. Irene Rausch, Psychologin im Team des Flugangstseminars der Austrian Airlines. „Mehr oder weniger“ bedeutet laut der Expertin, dass Flugangst als unbehagliches, mulmiges Gefühl beginnt und bis hin zur Panikattacke reichen kann. Beruhigend zu wissen, dass Phobiker niemals an ihren Ängsten sterben.

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