Zukunftsbranchen Nr. 10/2006 zb

as Mehr Lust auf weniger
Obwohl der Gesundheits- und Wellness-Trend nach Ansicht von Markt- und Meinungsforschern ungebrochen anhält, kommt die körperliche Aktivität in unserem Alltag meist zu kurz. Wir fahren mit dem Auto, nehmen den Lift ins Büro und sitzen dort vor dem Bildschirm. Dann geht’s mit dem Auto wieder nach Hause – und mit Snacks & Cola ab auf die Couch.

Das Ergebnis dieser ungesunden Lebensweise liegt auf der Hand: Wir werden immer dicker und so haben Diäten ebenso Hochsaison wie Wellness-Angebote. Während wir uns aber bei Massage und Sauna in angenehmer und stressfreier Atmosphäre erholen und daher der Zustrom unaufhörlich anhält, erfordern Diäten und regelmäßiger Sport schon weitaus mehr Resistenz gegenüber unserem inneren Schweinehund. Wer hat schon die Zeit, täglich frisches Gemüse zu kaufen, dieses liebvoll zuzubereiten und nach getaner Arbeit dann auch noch eine gute Stunde Bewegung an der frischen Luft einzuplanen?
Gesundheit und körperliche Fitness kosten weitaus mehr Zeit als zwei Relax-Wochenenden pro Jahr im Thermenhotel. Während im Jahr 2003 in Österreich 540 Wellness-Hotels auf entspannungsfreudiges Publikum hofften, sind es heuer bereits knapp 700. Der „Trend in Richtung Wellness und Gesundheit“ ist erkennbar, aber durchaus differenziert zu sehen und wirkt sich nicht im gleichen Ausmaß auf die heimische Fitness-Branche aus, wie Trendforscher gerne vermuten. Wenn also der deutsche Zukunftsforscher Matthias Horx von einem „Wirtschaftsfaktor mit den höchsten Zuwachsraten“ spricht, so bezieht sich das vorwiegend auf Kosmetik, Körperpflege und gesundheitsspezifische Leistungen.

Lesen Sie weiter in der neuen Print-Ausgabe der ZukunftsBranchen.