Zukunftsbranchen Sommer 2006 zb

as Wenn der Freund zum Feind wird...
In puncto Katzenallergien liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld im Bereich der Tierallergien. Aber: nur jeder zweite Katzenallergiker ist auch Katzenhalter.

Katzen zählen in unseren Breiten zu den beliebtesten Haustieren. Viele Menschen reagieren jedoch auf den Kontakt mit schnurrenden Samtpfoten mit schnupfenähnlichen und häufig auch asthmatischen Beschwerden. Bei rund 33% aller österreichischen Allergiker löst Katzenspeichel allergische Reaktionen aus - ein absoluter Spitzenwert im europaweiten Vergleich. Je intensiver der Kontakt zum Tier ist, desto intensiver auch die Beschwerden. Prinzipiell ist bei Tierhaarallergien eine Allergenkarenz - also die Vermeidung von Kontakt zum Auslöser der Symptome - einfach zu bewerkstelligen. Erste Hilfe bei Katzenallergie Den betroffenen Patienten wird meist geraten, die Katze wegzugeben, um langfristig die Allergenkonzentration im Wohnbereich zu reduzieren. Eine Standardtherapie mit lokal wirksamen Antiallergika ist der erste Schritt, um die Symptome abzuschwächen. Die alleinige symptomatische Therapie verhindert jedoch weder eine Ausweitung der Allergie, noch den gefürchteten "Etagenwechsel", also die Entwicklung von allergischem Asthma. Wer sich aber keinesfalls von seinem "besten Freund" nicht trennen möchte, kann auch eine spezifische Immuntherapie (SIT) in Betracht ziehen. Diese "Allergieimpfung" kann bei konsequenter Durchführung durchaus Erfolg versprechend sein, insbesondere dann, wenn keine andere Allergie - etwa gegen Pollen oder Hausstaub - vorliegt. Staubsaugen, chemische Behandlung des Felles oder Waschen der Katze hilft meist nur wenig, die Allergenkonzentration auf ein unbedenkliches Maß zu reduzieren.

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