Mehr (Corona-) Personal für die Spitäler

Österreichs Spitäler sind grundsätzlich gut ausgestattet – sowohl mit dem erforderlichen Equipment als auch mit Personal. Angesichts der Zuspitzung der Corona-Pandemie werden aber alle verfügbaren Kräfte benötigt, selbst bereits pensionierte.


Infektionszahlen reagieren auf eine mangelhafte Einhaltung von Maßnahmen während der Corona-Pandemie mit Verzögerung. Aus diesem Grund war der zweite Lockdown längst im
Gange, als die Zahl schwerer Fälle auf den Intensivstationen die Kapazitäten nahezu spreng-te. Das heimische Gesundheitssystem wird die Herausforderung bewältigen, doch zusätzli-che personelle Unterstützung zur Entlastung der strapazierten Ärzte und Pflegekräfte käme mehr als gelegen.

Zahlen, Mengen und Vergleiche.
Im europäischen Vergleich weist Österreich laut Statista mit Abstand das beste Verhältnis zwischen Ärzten und Einwohnern auf: Auf 100.000 Ein-wohner kamen im Jahr 2017 rund 518 Ärzte. Zum Vergleich – in Norwegen, als zweitplat-zier­tem Land sind es rund 466 Ärzte. 2019 lag die Zahl laut Ärztekammer noch     etwas höher – insgesamt waren es nun 47.224 Ärzte. Die Zahl der Ärzte je 1.000 Einwohner unterscheidet sich jedoch von Bundesland zu Bundesland deutlich. Während in Wien auf 1.000 Einwohner fast sieben Ärzte kommen, sind es in Vorarlberg, Oberösterreich und im Burgenland nur etwas über vier. Für das Jahr 2019 weist die Statistik Austria für die heimischen Kranken-anstalten 25.927 Ärzte aus.
Auch die Zahlen für das nicht-ärztliche Personal sind beeindruckend. In den österreichischen Krankenanstalten waren Ende 2019 insgesamt 95.640 Arbeitskräfte als nicht-ärztliches Fachpersonal tätig, darunter 61.757 Personen in der Dienstsparte gehobene Dienste für Gesundheits- und Krankenpflege, 16.548 Personen arbeiteten in gehobenen medizinisch-technischen Diensten und Fachdiensten sowie als Masseure. 15.727 Personen waren in der Pflegehilfe, als Sanitäter und als medizinische Assistenz tätig. Zusätzlich waren 1.608 Hebammen beschäftigt.

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