Mobilität der Zukunft

16 freiwillige Testpersonen nahmen an einem wissenschaftlichen Experiment von Salzburg Research teil. Am 19. September fuhr der selbstfahrende Digibus® erstmals fahrerlos, nur überwacht von einem Supervisor in der Leitzentrale.


Ein Lenkrad sucht man im Digibus®, dem automatisierten Minibus, vergeblich. Bei allen Testfahrten mit selbstfahrenden Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen ist verpflichtend ein Operator an Bord, der jederzeit eingreifen kann. Am 19. September schickte Salzburg Research den Digibus® am Salzburgring nun erstmals alleine auf die Reise. Auf die Sicherheit achtete dabei ein Supervisor in einer Leitzentrale. Weltweit ist das erst der zweite Fahrerlos-Test mit einem selbstfahrenden Shuttle von EasyMile. Das Ziel der wissenschaftlichen Studie von Salzburg Research war, das subjektive Sicherheitsgefühl der Testpersonen sowie die Information und Kommunikation zwischen den Fahrgästen und dem fahrerlosen Fahrzeug sowie mit der Leitzentrale zu testen.
Nach den Testfahrten wurden die Testpersonen befragt, wie sicher sie sich alleine im selbstfahrenden Bus fühlten, welche Informationen sie während der Fahrt benötigen oder wie sie reagieren, wenn das Shuttle nicht wie erwartet funktioniert. Erste Ergebnisse: Gut zwei Drittel der Probanden hatten kein Vorwissen zur automatisiertem Fahren oder nur davon gehört. Fast alle sind noch nie mit einem automatisierten Shuttle gefahren. Die Hälfte der Befragten könnte sich vorstellen, dass in Zukunft ein automatisierter Bus den (Zweit-)PKW ersetzt. Als die Personen alleine im Bus fuhren, haben sich 81 % sehr sicher gefühlt, 19 % haben sich sicher gefühlt.

Automatisiertes Fahren als Chance für ländliche Gebiete.
„Selbstfahrende Shuttles zur Überbrückung der ersten bzw. letzten Meile bringen für den öffentlichen Personennahverkehr im Land Salzburg viele Chancen mit sich. Vor allem im ländlichen Raum könnten Ortszentren verstärkt an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden werden“, erklärt Salzburgs Verkehrslandesrat Stefan Schnöll.