Das Hobby zum Beruf machen

Durch den hohen Suchtfaktor bei Onlinespielen hat das „Gaming“ in der Erziehung und Entwicklungspsychologie einen negativen Beigeschmack erhalten. Seit Kurzem werden jedoch Talente wie im Spitzensport gefördert und „E-Sport“ entwickelt sich zum Traumberuf.


Computerspiele sind aus dem Leben vieler jungen Menschen kaum mehr weg-zudenken und viele haben bereits entdeckt, dass damit auch wirklich gutes Geld zu machen ist. Große Events und Wettkämpfe stehen in puncto Zuschauerzahlen und etwaigen Preisgeldern den echten Sportereignissen um nichts mehr nach. Doch: „Nicht jeder, der Computerspiele spielt, ist auch ein potenzieller Amokläufer“, warnt Jörg Adami, Geschäftsführer der Esports Player Foundation, vor den gängigen Vorurteilen und versucht damit, dem schlechten Image der Online-Gamer den Kampf anzusagen. Die Organisation hat sich erst zu Jahresbeginn gegründet und zum Ziel gesetzt, junge Onlinespieltalente gezielt zu fördern. Sie sorgt dafür, dass Hobby-Zocker das nötige Rüstzeug bekommen, um zu einem professionellen Spieler zu werden, und ihre sportliche und persönliche Entwicklung nicht auf der Strecke bleibt.

Top-Games, die sich auszahlen

Aktuell gibt es Solo- und Teamwettbewerbe mit durchaus mehreren Millionen Teilnehmern und den entsprechenden Gewinnerprämien im zweistelligen Millionenbereich. Zu den Top-Games in der Liga zählen zum Beispiel das Strategiespiel Dota 2, das taktische Shooterspiel Counter Strike oder der Dauerbrenner League of Legends – kurz LoL. Letzteres ist schon seit 2009 auf dem Markt und nach wie vor beliebt, was in der schnelllebigen Szene sehr ungewöhnlich ist.
Bei allen Spielen gilt: Wer Profi werden will, muss Erfahrung in Duellen mit  echten Gegnern sammeln. Wer hingegen immer nur gegen den Computer spielt, wird sich im Hinblick auf taktische Manöver kaum weiterentwickeln. Und noch ein Tipp für all jene, die diese Karriereleiter hinaufsteigen wollen: Am Anfang steht wie bei allen Jobs die passende  Motivation. Es braucht ein Ziel, einen Karriereplan und den Wunsch, bei Wettbewerben erfolgreich zu sein. Das heißt: Dranbleiben, auch wenn es einmal keinen Spaß macht, und täglich trainieren und weiter lernen.

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