Energie für E-Mobilität

Rund drei Viertel der Energieversorgungsunternehmen (EVU) sind bereits im Bereich Elektromobilität aktiv oder planen den Einstieg, so zeigt eine PwC-Studie in Österreich und Deutschland.


Auch Energieversorger wollen vom Trend zur Elektromobilität profitieren: Fast drei Viertel sind bereits im Bereich Elektromobilität aktiv, so zeigt eine aktuelle Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 184 österreichischen und deutschen EVU. Das Engagement steht im Einklang mit einer klaren Prognose: Rund 95 Prozent der Befragten erwarten, dass die Bedeutung für ihr Unternehmen und ihre Branche wächst. Diese Prognose hat jedoch noch nicht zu entsprechend entschlossenem Handeln geführt. „Einerseits messen Verantwortliche der Elektromo-bilität hohe Bedeutung zu, andererseits engagieren sich viele nur verhalten und haben noch keine konsistenten Strategien entwickelt“, sagt Michael Sponring, Leiter Power & Utilities bei PwC Österreich. So glaubt etwa die Hälfte der Befragten, dass Wettbewerber einen Vorsprung im Bereich E-Mobilität haben.
Klarer Schwerpunkt der Aktivitäten von EVU ist der Aufbau und Betrieb öffentlicher Ladeinfrastruktur: Drei Viertel der Befragten sind in diesem Segment aktiv. Das gilt für Versorger in städtischen und ländlichen Gebieten gleichermaßen – und ist deshalb eine grundsätzlich gute Nachricht für Elektroautokäufer jenseits der Ballungsräume. „Energieversorger investieren auch in Regionen, in denen sich andere Markt-teilnehmer bislang eher zurückhalten. Damit tragen sie dazu bei, dass sich die Lade-infrastruktur flächendeckend verbessert“, so Sponring.

Österreicher expandieren entschlossener. Die Umfrage zeigt auch, dass die befragten österreichischen Versorger deutlich entschlossener ins Geschäft mit der Elektromobilität expandieren als ihre deutschen Pendants: So betreiben rund drei Viertel von ihnen bereits mehr als 50 Ladesäulen.