Mehrsprachigkeit im heimischen Hochschulraum

Was sieht es aus mit Intentionen, Aufwand, Nutzen und Alltag bei der Internationalisierung durch Englisch oder Mehrsprachigkeit?

In den drei großen Hochschulsektoren Österreichs, öffentliche und private Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen, gibt es derzeit fast 330 fremdsprachige Studienangebote, zum größten Teil in Englisch. An einigen Institutionen wird sogar ausschließlich auf Englisch unterrichtet wie z.B. an den Privatuniversitäten Webster Vienna Private University und MODUL University Vienna.
Den Themen fremdsprachiges Lehren, Lernen und Forschen, den gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie strategischen und didaktischen Aspekten widmete sich Ende April in Graz eine Fachtagung der Ombudsstelle für Studierende, gemeinsam veranstaltet mit mehreren steirischen Hochschulen, der ÖH und dem BM für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Teilnehmer aus allen Hochschulsektoren diskutierten bestehende landesweite und institutionelle Regelungen, Strategien, Didaktik und Alltag und entsprechende Zukunftsempfehlungen.

Reiches Angebot notwendig

Mit ihrem „Entwicklungsplan 2015plus“ ist die TU Graz eine der federführenden öffentlichen Universitäten in der Internationalisierung ihres Profils und ihrer Lehrangebote. Auch die Fachhochschule JOANNEUM  sowie die Universität Graz und die Kunstuniversität Graz erweitern zur Erhöhung ihrer Attraktivität fremdsprachige Lehrangebote. Alle diese Maßnahmen werden autonom gesetzt. Sie erfordern auch entsprechende Ressourcen und längerfristige Planungen, die über Leistungsvereinbarungen und FH-Finanzierungspläne hinausgehen.
„Damit die Internationalisierung über die Grenzen des deutschen Sprachraumes hinaus gelingt, ist ein reiches Angebot an englischsprachigen Studien notwendig. Die gemeinsame Sprache ist dabei aber nur der Anfang vom Weg zum funktionierenden und gegenseitig bereichernden International Classroom“, so Vizerektor der TU Graz Detlef Heck zu den Intentionen seiner Universität.