SERIE: Bildungsstandorte

Im Zeichen des „Stuttgarter Rössles“

Stuttgart wird oft mit deutschen Automobilfirmen, Industrie und Gastarbeitern assoziiert. Die südwestdeutsche Stadt punktet nicht nur mit viel Industrie und Großbetrieben. Sie ist außerdem eine wichtige Bildungsstadt und als solche ein durchaus lohnendes Ziel.

Die Verbindung des Stadtwappens, das ein schwarzes Pferd auf gelbem Grund darstellt, mit der Automobilindustrie kommt nicht von ungefähr. Ferrari hat mit Stuttgart zwar wenig zu tun, aber das leicht abgeänderte Pferd im Firmenlogo von Porsche, beheimatet in Stuttgart-Zuffenhausen, geht doch auf die Stadt zurück. Und auch Daimler hat seinen Hauptsitz in der Hauptstadt Baden-Württembergs. Stuttgart mit seinen etwa 630.0000 Einwohnern ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort, aber auch wichtiger Finanzplatz, kulturell und sportlich bemerkenswert und eine zentrale Schul- und Universitätsstadt.

60.000 Studierende – wie Graz

„Mit 13 staatlich anerkannten Hochschulen hat Stuttgart ein großes und sehr vielseitiges Angebot an Studiengängen aufzuweisen“, berichtet Sven Matis von der Pressestelle der Landeshauptstadt Stuttgart. „Zum Wintersemester 2015/16 waren insgesamt knapp 60.000 Studierende an den 13 Hochschulen eingeschrieben, das entspricht rund 17 Prozent aller Studierenden in Baden-Württemberg und rund 10 Prozent der Einwohner der Stadt.“     
Damit ist der Studienstandort in etwa so groß wie Graz, wo an vier Universitäten und einigen Fachhochschulen ebenfalls rund 60.000 Studierende unterrichtet werden. Stuttgart punktet vor allem mit der Vielfältigkeit des Studienangebots: Die größten Hochschulen sind die Universität Stuttgart und die Universität Hohenheim mit zusammen rund 36.400 Studierenden. „Die beiden Universitäten stehen dabei nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich vielmehr hinsichtlich ihres Fächerangebots“, weiß Matis. „Während der Schwerpunkt der Universität Stuttgart bei der Architektur, den Ingenieur- und den Naturwissenschaften liegt, richtet sich das Hauptaugenmerk in Hohenheim auf die Wirtschafts-, Sozial- und Agrarwissenschaften sowie Life-Science-Studiengänge.“