Frauen prägen die Franchise-Szene

Franchise-Systeme boomen am nationalen als auch am internationalen Markt. Etwa 440 Systeme werden in Österreich betrieben, wobei die Tendenz weiterhin steigend ist. Besonders beliebt ist Franchising bei Frauen.

Franchising liegt weiter im Trend und ist eine praktische Alternative, um den Weg in die Selbstständigkeit zu bestreiten. In Österreich gibt es derzeit rund 440 Franchise-Systeme. Betrachtet man die Geschlechterverteilung in der Franchise-Wirtschaft, so sind diese Geschäftsmodelle vor allem bei Frauen sehr beliebt. „Die österreichische Franchise-Szene  ist sehr stark frauendominiert, denn 59 Prozent der Mitarbeiter und 43 Prozent der Führungskräfte sind in der Franchise-Szene weiblich. Das ist ein signifikant höherer Anteil als in der Gesamtwirtschaft“, erklärt der Präsident des ÖFV Dkfm. (FH) Andreas Haider.  
Dass die Branche eine sehr starke Frauenquote aufweist, liegt zum einen daran, dass Franchising vor allem im Dienstleistungssektor und im Handel betrieben wird, also in traditionellen Frauenberufen. Hinzu kommt aber auch, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie einfacher gestaltet werden kann. Die Nutzung eines bestehenden Geschäftskonzeptes, einer bekannte Marke und des vorhandenen Know-hows sind weitere Profite, die den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern. Dadurch minimiert sich das Risiko des Scheiterns, da viele Anfangsfehler vermieden werden können. Eine aktuelle Studie der Universität Münster zeigt sogar auf, dass Franchisegründer erfolgreicher sind als Gründer mit einer eigenen Gründungsidee. Grund dafür könnte sein, dass Unternehmer mit einem eigenen Konzept das Angebot ihres Unternehmens erst bekannt machen müssen, während der Franchise-Nehmer von Beginn an von einer etablierten Marke und bestehenden, erprobten Strukturen profitieren und auch sofort Umsätze generieren kann.
„Sein eigener Chef zu werden, ist mit viel Risiko verbunden. Natürlich ist man auch im Franchising vor dem Scheitern nicht gefeit, aber man hat die Möglichkeit, auf Unterstützung zurückzugreifen und profitiert von der Stärke des Systems. Ich denke das ist ein weiterer Grund, warum sich sehr viele Frauen für Franchising entscheiden“, so die Generalsekretärin des ÖFV Mag. Barbara Rolinek.