SERIE: Handwerk

„Jeder Tag bringt handfeste Ergebnisse“

Sie stellen Fenster, Türen, Möbel, Stiegen, ja mitunter sogar ganze Bauteile, her. Tischler ist ein Beruf mit vielen Facetten und mit guten Zukunftsaussichten.

Holz ist im Leben eines Tischlers allgegenwärtig. Kein Wunder, ist es doch Werkstoff Nummer eins. Aber dennoch bei Weitem nicht der einzige: „Wir arbeiten auch mit Glas, Metall und Kunststoffen“, erzählt KR Gerhard Spitzbart, Bundesinnungsmeister der Tischler. Genau dieser Facettenreichtum ist einer der großen Vorzüge des Berufes. „Wir veredeln Rohstoffe, andere tauschen nur Teile aus“, sagt Spitzbart stolz.

Täglich Neues

Dementsprechend gefragt ist unter anderem auch Kreativität. „Wir sind Individualisten und Nahversorger“, so bringt es Spitzbart auf den Punkt. „Und wir schaffen täglich Neues“, ergänzt Hubert Feldkircher, Tischlermeister aus Schwarzach in Vorarlberg. Das Spektrum der Werkstücke ist breit gefächert: Es reicht von Möbeln, Türen, Fenstern, Holzdecken über Fußböden bis zu Bauteilen aus Holz. Sie alle werden in der Werkstatt oder auch bei den Kunden angefertigt und vor Ort montiert. Aber auch Reparaturen gehören zur Arbeit  des Tischlers, der in engem Kontakt mit seinen Kunden, aber auch mit Architekten steht. Bevor es jedoch wirklich ans Tun geht, sind einige wesentliche Vorarbeiten zu erledigen: So müssen Skizzen der Werkstücke angefertigt und die richtigen Holzsorten und Werkstoffe ausgewählt werden. Danach geht es ans Hobeln, Sägen, Schleifen, Pressen und vieles mehr. Eines ist Spitzbart in diesem Zusammenhang wichtig: Trotz aller manuellen Tätigkeiten hat auch die Technik in den Betrieben, etwa in Form computergestützter Holzbearbeitungsmaschinen, Einzug gehalten. „Tischler ist ein absoluter Hightech-Beruf, wir bewegen uns  auf einem Level, auf dem wir uns nicht verstecken müssen.“
Umfassend ist daher auch das Anforderungsprofil, das Lehrherren an ihre Lehrlinge stellen:  Diese sollten lernfähig und lernwillig, gut im Rechnen, Schreiben und Lesen sein und ein räumliches Vorstellungsvermögen haben.