Studieren im Ausland

Unsere Welt wird „kleiner“, die Globalisierung bringt positive wie negative Auswirkun-gen mit sich, doch sie erweitert jedenfalls den Horizont junger Menschen, denen es oft nicht mehr genügt, sich in ihrem Heimatland ausbilden zu lassen. Es zieht sie immer öfter auch in die nähere und weitere Ferne.


Austauschjahre boomen bereits während der Schulzeit, Sommersprachkurse werden sehr gerne im jeweiligen Land absolviert und nicht zuletzt während  des Studiums gilt es, sich von anderen künftigen Absolventen durch Auslandserfahrung abzuheben. Entsprechend beliebt sind Austauschprogramme der heimischen Universitäten mit vielen  Ländern der Erde. Immer öfter werden zudem nicht nur ein oder zwei Semes-ter, sondern komplette Studienprogramme im Ausland absolviert.
Der Grund ist klar: Auslandsstudien verbessern die Sprachkenntnisse, erweitern den persönlichen Horizont und sorgen für interkulturelle und internationale Erfahrungen, die sich in jedem Lebenslauf hervorragend machen.

Ein Semester oder zwei im Ausland. Für ein Studium – oder Teile davon – im Aus-land stehen mehrere Optionen zur Verfügung. „Auslandsstudien werden in der Regel von den Studierenden selbst finanziert“, erklärt Dr. Stefan Zotti, Geschäftsführer der OeAD-GmbH, des Österreichischen Austauschdienstes. „Geförderte Auslandsaufent-halte gibt   es im Rahmen von Programmen und Netzwerken wie Erasmus+, Ceepus, Joint-Study-Abkommen der Universitäten etc. Die Höhe der Zuschüsse bzw.  Stipen-dien variiert je nach Programm.“ Mit rund 7.000 Studierenden pro Jahr ist Erasmus das meistgenutzte Stipendienprogramm. Beim Erasmus+ Programm, das zu den größten Austauschprogrammen an Österreichs Hochschulen zählt, wird ein Zuschuss ausbezahlt, der die erhöhten Lebenserhaltungskosten im Ausland abdecken soll. Die Zuschusshöhe richtet sich nach dem Zielland und liegt bei 300 bis 350 Euro pro Monat. Beim Ceepus-Stipendium handelt sich hingegen um ein Vollstipendium, das heißt mit dieser Förderung kann in der Regel der Lebensunterhalt im Ausland abgedeckt werden.