Mobilitätswende im Zeichen der „2D“

Die Transport Research Arena 2018 (TRA) zählt zu Europas größten Events rund um die Verkehrsforschung und die Zukunft der Mobilität. Heuer war Wien der Austragungsort. Rund 3.000 Experten waren sich einig, dass die „2 Ds“ – Digitalisierung und die Dekarbonisierung – künftig die treibenden Faktoren sein werden.

Digitalisierung und Dekarbonisierung sind die bestimmenden  Megathemen. Für eine Energie- und Mobilitätswende heißt es neue Technologien und Trends bestmöglich aufzugreifen, um auch künftig Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern“, betonte Verkehrsminister Ing. Norbert Hofer im Rahmen der Eröffnung. Unter anderem sollen physische und digitale Elemente das Verkehrssystem besser,    sicherer und zuverlässiger machen. Der Schlüssel dazu sind innovative Kommunikations- und Mobilfunktechnologien. „Bis 2023 sollen 5G-Dienste auf den Hauptverkehrsverbindungen nutzbar sein, Ende 2025 soll das Ziel einer nahezu flächendeckenden Verfügbarkeit von 5G verwirklicht werden“, so die Ziele der Politik.
Die TRA 2018 wird vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation & Technologie gemeinsam mit dem AIT Austrian Institute of Technology und der AustriaTech mit der Europäischen Kommission und den europäischen Technologieplattformen ausgerichtet. Von der Grundlagenforschung bis zur Marktumsetzung bündelte die Konferenz in zwölf Themenbereichen ein einzigartiges Forschungs- und Diskussionsprogramm. In über 90 Sessions mit renommierten Experten   aus der ganzen Welt war Gelegenheit,  Informationen über aktuelle Forschungsergebnisse auszutauschen und dabei neue Entwicklungen über alle Verkehrsmodi – vom Fußgänger bis hin zur Aeronautik – zu diskutieren.

Leere Kilometer sparen. Wesentliche Eckpunkte für die Mobilität der Zukunft sind nicht nur die Antriebsfragen, sondern auch Themen wie Mobilitätsmanagement und Kostenwahrheit. „Nur auf Basis genauer Analysen von verkehrs- und infrastruktur-bezogener Daten können wir leere Kilometer und damit Kosten und Emissionen einsparen. Die Kostenaufteilung sollte verursachergerecht erfolgen, mit dem Fokus auf Verbrauch anstatt von Motorleistung, etwa in Form einer kilometerabhängigen Nutzungsgebühr“, forderte der Präsident der Industriellenvereinigung Mag. Georg Kapsch.