Tirol – kaum Arbeitslose dank Weiterbildung

In keinem anderen Bundesland sinkt aktuell die Zahl der Arbeitslosen so stark wie in Tirol, zuletzt im April um mehr als zehn Prozent. Weiterbildung, Qualifizierungsmaßnahmen und eine stabile Tourismusentwicklung sorgen für gute Aussichten.

Nicht nur in den Tiroler Tourismus, auch in Industrie und Digitalisierung wird investiert. Bereits zum 6. Mal startete etwa in Tirol der Impuls-Qualifizierungsverbund für die Branchen Metalltechnik und Mechatronik. Diese erfolgreiche Förderinitiative des AMS Tirol nutzten bisher 260 Mitglieder. Dabei wurden in 7 Jahren 513 Schulungen mit insgesamt 5.037 Teilnehmern durchgeführt. Im Impuls-Qualifizierungsverbund werden maßgeschneiderte Schulungsprogramme auf Basis einer Bildungs-bedarfserhebung zusammengestellt. Heuer wird ein besonderer Schwerpunkt auf das aktuelle Thema „Digitalisierung“ gelegt.
„Digitalisierung ist zurzeit in aller Munde. Viele Unternehmen haben sich mit dem technologischen Wandel jedoch noch nicht auseinandergesetzt. Es ist wichtig, dass sie sich mit dem Thema beschäftigen und ihre Mitarbeiter in diese Richtung schulen, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein. Das AMS unterstützt die Betriebe dabei, diese Chance zu nutzen“, erklärt Bernhard Pichler vom AMS Tirol. Auch Markus Galloner von der Wirtschaftskammer Tirol ist überzeugt: „Um Kunden höchstmögliche Qualität bieten zu können, sind gut ausgebildete Mitarbeiter in unserer Branche ausschlaggebend.“
Für die Betriebe ist die Teilnahme am Impuls-Qualifizierungsverbund kostenlos.

Auch Gründer und Start-ups gefragt

10 ausgewählte Top-Start-ups aus Europa nahmen Anfang April am "Go Tirol"-Programm der Standortagentur Tirol teil. Dieses neue Incoming-Format bietet jungen Wachstumsunternehmen mit innovativen IKT-Technologien für touristische Anwendungen intensive Unterstützung beim Eintritt in den Tourismus- und Freizeitmarkt Tirols bzw. Österreichs über den Standort Tirol. Die "Go Tirol"-Teilnehmer kamen aus Deutschland, Schweiz, Italien, Polen, Spanien, den Niederlanden und Österreich und gehören zu den vielversprechendsten Start-ups aus über 40 Bewerbungen. Zum Produktportfolio der Teilnehmer zählen etwa Buchungslösungen für Freizeitanbieter, Virtual Reality-Lösungen für Hotellerie und Gastronomie, Mobile Apps für die effiziente Gast-Hotel-Kommunikation, Mobile Apps zum Tracken sportlicher Aktivitäten, autofreies Ausflugsrouting oder eine innovative Lösung zur Nutzung von Skigebieten mittels Pay-per-Use-System.