Nachhaltige Lieferkette hat Potential

Eine Optimierung der Lieferkette im Sinne der Nachhaltigkeit bringt viele Vorteile: Risikominimierung durch erhöhte Transparenz, eine Qualitätssteigerung sowie eine Verbesserung der Wettbewerbs-fähigkeit sind einige davon.

Anfang Mai lud das Consultingunternehmen „denkstatt“ zum Business-Frühstück unter Experten, um gemeinsam aus verschiedenen Blickwinkeln das Thema Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu beleuchten. Neben der denkstatt-Nachhaltigkeitsexpertin Henriette Gupfinger sprachen auch Jutta Labres von der Stölzle Oberglas GmbH, Markus Urban-Hübler von VERBUND sowie Tanja Reilly von EcoVadis, einer unabhängigen internationalen Rating-Plattform für Lieferanten.
Was genau versteht man nun unter dem Begriff „Nachhaltigkeit in der Lieferkette“ und warum wird dies immer wichtiger? In Zeiten einer immer intensiveren Medienberichterstattung verbreiten sich Nachrichten sehr schnell und diverse Skandale wie Zwangsarbeit, Kinderarbeit oder einstürzende Fabriken sind längst keine Ausnahmefälle mehr. Unternehmen werden somit immer wieder von Seiten der Lieferkette mit Missständen konfrontiert, die es dringend zu beheben gilt. Social Due Diligence ist das Schlagwort, wenn bei den Lieferanten Schwachstellen sichtbar werden.

Die nötige Transparenz schaffen

„Die Möglichkeit, Risiken richtig und zeitgerecht zu managen“, erklärt dazu Tanja Reilly von EcoVadis, sei einer der wesentlichen Vorteile, den eine Auseinander-setzung mit der Lieferkette mit sich bringt. Worin auch immer die Motivation besteht und an welcher Stelle man dabei ansetzt, entscheidend ist, dass man aktiv über den Tellerrand seines Unternehmens schaut und sich damit auseinan­der­setzt, wer die entscheidenden Lieferanten sind und wo es Potenziale aber auch mögliche Schwachstellen gibt.
Hotspot-Analysen, die Entwicklung von Lieferantenstandards sowie unternehmenseigenen Richtlinien (Policies), wie auch die Durchführung von Audits sind ein paar der möglichen Wege, die man als Unternehmen einschlagen kann, um nicht nur drauf vertrauen zu müssen, dass alles passt. „Neben der Entwicklung der passenden Maßnahmen ist aber auch die richtige Kommunikationsstrategie entscheidend“, so Henriette Gupfinger von der denkstatt. „Es gilt das Thema anzusprechen und die nötige Transparenz zu schaffen, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens, und das auf Augenhöhe.“