Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Familienministerin Sophie Karmasin: „Gerade auf die besonderen Bedürfnisse von Mitarbeitern im Gesundheits- und Pflegebereich besser eingehen.“

Für Mitarbeiter in den Gesundheits- und Pflegeberufen ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine besondere Herausforderung, da eine Verfügbarkeit von 365 Tagen im Jahr,  24 Stunden am Tag notwendig ist. Es gibt aber für Arbeitgeber spezielle Maßnahmen, die auf diese besonderen Rahmenbedingungen eingehen. Deswegen haben wir einen eigenen Auditprozess für Gesundheits- und Pflegeberufe entwickelt und laden Arbeitgeber ein, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen“, sagt Familienministerin Sophie Karmasin.

Mit dem zunehmenden Fachkräftemangel und einer neuen nachkommenden

Generation, die mehr und mehr Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis und klare Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben legt, wird das Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Arbeitgeber zudem immer wichtiger. Auch in jenen Bereichen, in denen es bisher als eher komplex erschien, Familie und Beruf zu vereinbaren. „Aufgrund des Fachkräftemangels und des hohen Frauenanteils im Gesundheits- und Pflegebereich, müssen Arbeitgeber zunehmend auf familienfreundliche Maßnahmen setzen“, so Familienministerin.

Laut der von DDr. Paul Eiselsberg (IMAS Int. Institut für Markt- & Sozialforschung) aktuell präsentierten Studie, die unter den Personalverantwortlichen und Mitarbeitern von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen durchgeführt wurde, ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für jene Fachkräfte entscheidend bei der Wahl des Arbeitgebers sowie die Bindung an diesen. „Bei der Wahl des Arbeitgebers steht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf an oberster Stelle: Für zwei Drittel der Mitarbeiter ist dies ein sehr maßgeblicher Aspekt bei der Entscheidungsfindung. An zweiter Stelle rangiert die Stressreduktion, gefolgt von Fort- und Weiterbildung sowie hohen Gehältern“, erklärt Eiselsberg. Zudem gestaltet sich, aus Sicht der befragten Mitarbeiter, die Personalsuche vor allem im Pflegebereich und im ärztlichen Dienst als besonders schwierig.