Zukunftsorte braucht das Land

Sieben österreichische Gemeinden haben gemeinsam beschlossen, ihr Wissen im Hinblick auf gemeindepolitische Themen zu teilen: Eine Plattform mit Zukunft!

Sie haben einen hohen Qualitätsanspruch, übernehmen Verantwortung für kommende Generationen, setzen auf Innovation und Kreativität, Bürgerbeteiligung, langfristige Strategien und Kooperation. Die Rede ist von den so genannten „Zukunftsorten“ Hinter-stoder (OÖ), Moosburg (K), Munderfing (OÖ), Neckenmarkt (B), Nenzing (V), Werfenweng (S) und Zwischenwasser (V): „Jede Gemeinde hat auf einem bestimmten Gebiet die Themenführerschaft inne“, weiß Christof Isopp vom Büro für Verknüpfungen in Wien, der zusammen mit seinem Partner Roland Gruber die Plattform „Zukunftsorte“ Anfang 2012 ins Leben gerufen hat.
Das Hauptinteresse besteht darin, von einander zu lernen. Wie das funktioniert zeigt das Beispiel „Bildungscampus“ in Moosburg: Seit 2011 wird dieser mit dem Ziel, sämtliche Bildungseinrichtungen an einem Standort zu vereinen, kontinuierlich weiterentwickelt. Im Herbst dieses Jahres werden sich die anderen Plattform-Mitglieder vor Ort informieren, schließlich wird der Ruf nach „mehr Raum“ überall lauter – bei (nahezu) leeren Gemeindekassen. Umso besser, dass Moosburg mit dem Bildungscampus, der unter anderem eine gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten ermöglicht, eine leistbare Lösung anbietet. „Natürlich kann ein Projekt nie eins zu eins transferiert werden“, räumt Isopp ein. „Aber zumindest aber können Ideen übernommen werden und folglich sind derartige Leuchtturm-Projekte mit einigen Anpassungen auch in anderen Gemeinden umsetzbar.“

Gemeindekommunikation 2.0

Darüberhinaus kooperieren die Zukunftsorte miteinander. Dabei zeigen sich etwa die neuen Medien als hilfreich, weil dadurch Projekte initiiert werden können, die nicht auf Regionalität beruhen: Schon seit Längerem macht sich einmal mehr Moosburg darüber Gedanken, eine neue und innovative Gemeindehomepage einzurichten, die vor allem junge Bürger anspricht. Allein: Das kostet ein mittelgroßes Vermögen. Was aber spricht dagegen, sich mit anderen Gemeinden zusammenzutun? Nichts.