
Wer sich für ein Geistes- oder Sozialwissenschaftliches Studium wie etwa Publizistik, Geschichte, Politikwissenschaft oder gar Philosophie entscheidet, wird mitunter häufig belächelt. „Und was willst du nachher damit machen?“ ist die Frage, mit der engagierte Jungakademiker oft konfrontiert sind. Stimmt schon, diese Studienrichtungen bilden nicht auf ein konkretes Berufsziel hin aus. Doch darin liegt nicht nur eine mögliche Schwierigkeit, sondern auch eine große Chance. Nämlich die, während des Studiums selbst zu entdecken, wo die eigenen Stärken liegen und so sein ganz individuelles Ziel zu definieren.
... und nicht als Berufsausbildung! Diese Einstellung sollte man mitbringen, wenn man sich für ein geistes- oder sozialwissenschaftliches Studium entscheidet. Nehmen wir das Beispiel Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Wer dieses Studium beginnt, sollte sich keine Ausbildung zum Journalisten, PR-Berater oder Werbetexter erwarten. Allerdings werden Kompetenzgrundlagen für diese Bereiche – und noch viel mehr – durch zahlreiche Lehrveranstaltungen abgedeckt. Was einen Publizist oder Kommunikationswissenschaftler genau ausmacht, was ein solcher beruflich ausübt – darin sind der Kreativität und Schaffensfreude der Studenten und Absolventen fast keine Grenzen gesetzt. „Absolventen der Geistes- und Sozialwissenschaften finden Arbeitsstellen – und schaffen diese zum Teil auch selber“, ist Mag. Bettina Wegleiter, Beraterin und Coach bei UNIPORT – Das Karriereservice der Universität Wien, überzeugt.