„The same procedure as every year...“

Sie wickeln Kaschmirpullis in Seidenpapier, kennen jede noch so obskure Tischregel und bügeln die Unterhosen der Stars: Hauspersonal im Dienste der Upper Class muss viel können – und verdient dafür gar nicht schlecht.

Wer denkt nicht bei Helfern in noblen Haushalten an „Dinner for one“, jenen uralten Kultfilm, der jeweils zu Silvester gezeigt wird, in dem der Butler James Jahr für Jahr ein Mitglied der Gesellschaft der feinen Dame ersetzt, das zwischenzeitlich ver-storben ist. Dieser Butler gilt für viele als Inbegriff des perfekten Haushaltshelfers, der seiner Herrin voll und ganz zu Diensten ist. Auf der Suche nach den ultimativen „Perlen“ – egal ob Butler, Hausmädchen, Putzfrau oder Köchin – wird rasch klar, dass es gar nicht so einfach ist, gut ausgebildetes Hauspersonal zu bekommen. Wie werden gehobene Haushalte in dieser Angelegenheit fündig?

Bedarf der gehobenen Klasse

Seit einigen Jahren gilt Missperfect unter Leitung von Mag. Claudia Schlegel als Ausbildungsstätte ersten Ranges. Und der Bedarf an ausgebildeten Butlern und Haushälterinnen für gehobene Haushalte ist gar nicht so klein. „In Österreich gibt es etwa 3.000 Vollzeitangestellte und etwa 6.000 geringfügig Beschäftigte in Privathaushalten“, weiß Schlegel. Missperfect vermittelt Personal nur in Anstellung ab 20 Stunden pro Woche, die Lehrgangsabsolventen suchen Anstellungen in Vollzeit.
Manuel Wagner von Mietkoch.at bildet Hauspersonal zwar nicht aus, aber sucht für seine Klienten hoch qualifizierte „Perlen“. „Fix beschäftigtes Hauspersonal ist in Österreich mit Sicherheit in der Minderzahl“, räumt er ein. „Die meisten Privathaus-halte haben ihre Haushaltshilfen geringfügig oder mit Dienstleistungsscheck beschäftigt oder wie es halt in Österreich leider sonst noch so üblich ist“, womit er freilich die unzähligen „schwarz“ arbeitenden Putzfrauen meint, die in heimischen Haushalten meist ungeschult ihr Geld verdienen.