Gerüchteküche 2.0

Sieben-Nationen Forschungsprojekt der MODUL University Vienna gestartet: dabei wird  automatisch der Wahrheitsgehalt von Social-Media-Informationen beurteilt.

Die Vertrauenswürdigkeit von viral verbreiteter Information in Social Media zu beur-teilen, ist Ziel eines neuen EU-Forschungsprojekts der MODUL University Vienna. In einer selektiven internationalen Ausschreibung überzeugte das Projekt mit seiner ambitionierten Integration gleich mehrerer Wissensdisziplinen. In dem seit Anfang des Jahres laufenden Projekt mit Partnern aus sieben Nationen werden linguistische und graphische Methoden mit Technologien zur Big Data Analyse kombiniert. Unmittelbare Anwendung finden die Ergebnisse für medizinische Informationssysteme sowie digitalen Journalismus.
Barack Obama ist gar nicht in den USA geboren! Oder doch? Soziale Netzwerke sind voll mit Lug und Trug, Halbwahrheiten und Fakten. Doch egal ob Fakt oder Fake – die rasche Verbreitung von solchen Themen kann blitzschnell enorme Konsequenzen nach sich ziehen. Das schnelle Analysieren von Inhalten ist da gefragt – aber derzeit nicht systematisch möglich. Genau diese Problematik adressiert das EU-Projekt Pheme der MODUL University Vienna. Mit drei Partnern aus England und weiteren aus Deutschland, der Schweiz, Bulgarien, Spanien sowie Kenia bestätigt dieses eindrucksvoll die internationale Forschungskompetenz der Privatuniversität.

Das jüngste Gerücht

Zur Aktualität des Projekts, das auf umfassenden Kompeten-zen zur Analyse digitaler Informationen an der MODUL University Vienna aufbaut, meint der Leiter des Instituts für Neue Medientechnologie, Prof. Arno Scharl: „Derzeit verlieren traditionelle Medien – ob digital oder analog – ihre Informationshoheit. Social Media-Nutzer übernehmen diese immer mehr und verbreiten Informationen in ungeahnter Geschwindigkeit. Da wird aus einer Mücke rasch auch mal ein Elefant – oder aus einem Nieser die Angst vor einer globalen Pandemie.“ Solche als "Meme" bezeichneten Themen, die sich viral in Netzwerken verbreiten, stellen Regierungen und Unternehmen zunehmend vor große Herausforderungen. Um diesen zu begegnen, darf im Einzelfall wenig Zeit verloren werden – Zeit, die das Projekt Pheme zukünftig schaffen wird.