Wahlkampf in NÖ: Kurz und intensiv

ZukunftsBranchen hat mit NÖ-Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) zur bevorstehenden Landtagswahl Ende Jänner gesprochen. Sie erwartet nicht, die absolute Mehrheit zu halten und hat ihrer Partei ein Schmutzkübel-Wahlkampf-Verbot auferlegt.  


Derzeit absolvieren Sie in Niederösterreich medienwirksame Termine in hoher Dichte. Hier ein millionenschweres Bahnausbaupaket, dort die Eröffnung eines Ausbildungszentrums oder Autobahnabschnittes. Der Wahlkampf zur NR-Wahl ist offenbar unmittelbar in den Wahlkampf zur bevorstehenden NÖ-Landtags-wahl am 28. Jänner übergegangen. Fürchten Sie nicht, dass die Menschen ein wenig überfordert werden?
Die hohe Dichte an Terminen und Projekten zeigt doch nur, dass im Land gearbeitet wird. Das erwarten sich die Menschen. Österreich und damit auch Niederösterreich hat mit den Bundespräsidentenwahlen und der Nationalratswahl zwei besonders lange Wahlkämpfe hinter sich. Wir wollen es anders machen, vor allem besser und kürzer machen. Deshalb werden wir auf Wahlkampf im Advent, rund um den Jahreswechsel und vor Heiligen Drei Könige verzichten. Wir starten am 8. Jänner in einen kurzen und intensiven Wahlkampf für drei Wochen.

Seit der letzten Landtagswahl 2013 hat sich in NÖ politisch viel verändert. Sie haben Erwin Pröll an der Spitze abgelöst und geben dem Land ein neues Gesicht. Die einst erfolgreiche Liste Frank von Frank Stronach hat sich aufge-löst, dafür treten nun auch die NEOS an. Was meinen Sie: Erwartet NÖ im Jänner noch ein hartes Finale im Kampf um die Stimmen?
Einen Wahlkampf muss man schon sehr ernst nehmen und wir werden das Beste geben, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Mit Anfang 2018 werden wir ein „Programm für Niederösterreich” präsentieren. Für dessen Erarbeitung wurden Tau-sende Landsleute in Form eines Bürgerbeteiligungsprozesses mit all ihren Anliegen und Wünschen eingebunden. Mit diesem Programm werden wir dann um Stimmen werben.

Erwin Pröll holte letztes Mal trotz Stimmverlust mit 50,79 Prozent noch einmal die absolute Mehrheit für die ÖVP in NÖ. Werden Sie das auch noch einmal schaffen?

Eine erste Umfrage weist uns ein Ergebnis um die 45 Prozent aus. Soviel wie SPÖ und FPÖ gemeinsam und das ist ungefähr jener Wert, den Erwin Pröll bei seinen ersten Wahlen in den 90er-Jahren erreicht hat. Wenn dem so ist, bin ich sehr zufrieden. Noch hat ja der Wahlkampf nicht begonnen und da ist noch vieles möglich.