Studium mit Gehaltsbonus

Geschafft! Wer einen Studienabschluss sein Eigen nennen kann, befindet sich am Arbeitsmarkt in einer guten Position. Doch stimmt das überhaupt? Und ist jeder Abschluss eine gute Voraussetzung? Was braucht es tatsächlich, um das Maximum aus einer akademischen Ausbildung herauszuholen?

Technik, Chemie und Informatik gelten als durchaus profitable Studienrichtungen, so lautet die weit verbreitete Annahme. Tatsächlich bestätigt eine von der Wirtschaftskammer Wien in Auftrag gegebene Bildungsbedarfsanalyse bei 1.500 Unternehmen, dass gut ausgebildetes Personal stark nachgefragt wird, im Besonderen FachhochschulAbsolventen, Akademiker in technischen Bereichen und Lehrlinge, AHS-Matu-ranten weniger und Pflichtschulabgänger dramatisch wenig. Besonders rosig scheint die Situation für FH-Absolventen zu sein, denn für sie rechnen Experten mit einer 15-prozentigen Steigerung bei den Stellenangeboten. Dies ist vor allem der großen Praxisorientierung, der speziellen Ausbildung mit Schwerpunkten und der kurzen Studiendauer geschuldet. Auch Universitätsabsolventen blicken eher positiv in die Zukunft, sie können mit neun Prozent mehr Jobs rechnen. Gefragt werden laut Wirtschaftskammer vor allem Studierende der Fachrichtungen Ingenieurwissenschaften, Technik, Informatik, Naturwissenschaften, Medizin und Gesundheit. Zu viele Absolventen gibt es laut Analyse bei den Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften und Sozialwissenschaften.
Grundsätzlich bestätigt auch die Universität Wien in Zusammenarbeit mit der Statistik Austria in ihrem neuen „AbsolventInnen Tracking“, dass ein Studium der beste Weg zu einem raschen Berufseinstieg und einem guten Anfangsverdienst ist. Im Vergleich zur allgemeinen Arbeitslosenquote von 8,3 Prozent sehen sich Akademiker mit vier Prozent deutlich weniger oft mit Arbeitslosigkeit konfrontiert. Sie suchen auch kürzer nach einem Job, nämlich – im Fall von Absolventen der Universität Wien – im Durchschnitt nur 2,9 Monate. Informatiker, Wirtschaftsinformatiker, Meteorologen, Geophysiker, Pharmazeuten und Statistiker warten gar nur einen Monat oder kürzer auf ihre erste Anstellung. Absolventen der sogenannten MINT-Studien in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind laut dieser Studie besonders nachgefragt.