Smart, smarter, Smartphone?

Wie auch in den letzten Jahren führen die kleinen schlauen Alltagshelfer die Hitliste der Weihnachtswünsche an. Ob jung oder alt – ohne Smartphone geht (scheinbar) gar nichts mehr.

Arbeiten und Freizeit sind längst mobil geworden, auch wenn sich viele dabei gar nicht mehr aus ihren eigenen vier Wänden wegbewegen müssen. Nur mehr dort, wo große Datenmengen verarbeitet werden, eine Tastatur das Tippen einfacher macht und entsprechende Bildschirme für gute Sicht sorgen müssen, sind noch stationäre Geräte im Einsatz. Wo das nicht nötig ist, haben leistungsfähige Laptops und Tablets Einzug gehalten. Und selbst hier ist noch Optimierungspotenzial vorhanden: Zunehmend kompaktere Bauteile führen zu noch schlankeren und leistungsfähigeren Miniaturgeräten, die gleich viele andere Produkte wie Armbanduhr, Navigationsgerät, Fotoapparat, Videokamera oder Wecker mit einem Schlag überflüssig machen.

Das Festnetz hat nicht ausgedient. Ob stationär oder mobil, hängt neben der Hard-ware aber nicht zuletzt auch von den Tarifmodellen ab. Während sich noch vor etwa zehn Jahren die meisten Marktbeobachter einig waren, dass das "Festnetz" aussterben wird, scheint heute die Prognose verfrüht: Das Festnetz lebt mehr als je zuvor, wie eine Marktstudie des unabhängigen Verbraucherportals Verivox zeigt. „Die deutlich verbesserten Konditionen sind ein Grund für die Renaissance des Festnetzes“, erklärt Verena Blöcher vom Verbraucherportal Verivox, und ergänzt: „Seit dem Start von YouTube hat sich die Nutzung des Internets komplett verändert. Die heutigen Dienste erfordern schnelle und vor allem stabile Verbindungen. Vor zehn Jahren surften User mit ein oder zwei Megabit – diese Geschwindigkeit reicht lediglich zum gelegentlichen Surfen oder zum Abruf von E-Mails aus. Das ist für heutige Erfordernisse viel zu wenig.“

Zwar können Internetnutzer heute auch mit mobilen Geräten vielfach hohe Band-breiten nutzen. Doch anders als im Festnetz werden Tarife im Mobilfunk ab einer bestimmten Grenze gedrosselt. Deshalb bleiben feste Internetanschlüsse weiterhin wichtig: „Die Nutzung von mobilem Internets ist für die meisten Verbraucher nicht mehr wegzudenken. Gleichwohl ist der gestiegene Bedarf an höheren Geschwindigkeiten mit mobilen Anschlüssen alleine nicht zu bewältigen.“