Wenn „Senioren“ bergwärts rennen...

Bei der Berglauf Masters Weltmeisterschaft im Tiroler Stubaital Anfang September gab es ein Spektakel! Nicht weniger als 754 Teilnehmer aus 28 Ländern wollten bis zum Kreuzjoch auf 2.100 Meter Seehöhe laufen. Unser „Mann fürs Grobe“ – Harald Wurm – war mit dabei.

Dabei sah es am Vorabend gar nicht gut aus. Immer wieder einsetzender Regen ließ einen nassen Tag erwarten, was sich aber zum Glück nicht bewahrheiten sollte. Am Samstag lachte bald die Sonne vom Himmel, aber es hatte auf über 900 Meter See¬höhe im Startort Telfes um 10 Uhr nur etwa 15 Grad, also ideale Temperaturen für den Berglauf. Zu bezwingen galt es für die Männer 11,5 km mit 1.100 Höhenmetern, für die Frauen und Männer über 55 Jahre, 7,2 km und 760 Höhenmeter. Es gab je neuen Altersklassen – ab 35 Jahren bis zu 75+. Der älteste Teilnehmer zählte bereits 79 Jahre, der Deutsche Norbert Schmid, er wurde im November achtzig. Letzter wurde er übrigens nicht.

Der Start erfolgte je nach Altersklasse in 15 Minuten-Abständen, um für alle ein problemloses Vorwärtskommen ohne „Staugefahr“ zu ermöglichen. Nach einer kurzen Schleife durch Telfes ging es zuerst über eine Kuhweide in Serpentinen hoch und dann hinein in den Gebirgswald, buchstäblich über Stock und Stein. Vor allem im Wald war das Gelände durch den Licht-Schatten-Wechsel sehr anspruchsvoll, mit vielen Wurzeln und auch einzelnen Bergab- und Querpassagen. Doch meist ging es natürlich steil bergauf, zum Teil so sehr, dass ein Großteil der Teilnehmer vom Lauf in den flotten Schritt wechselte. Hier galt es, Kräfte zu sparen, den Puls nicht zu hoch zu treiben. Wer weniger keucht, hat in der Regel am Ende noch mehr Kraft.

Wer jetzt Lust auf das Stubaital bekommen hat, es eignet sich natürlich auch sehr gut zum Wandern und Skifahren. Nächstes Jahr gibt es für alle Trail-Runner auf dieser Strecke den schon traditionellen Schlickeralmlauf am 26. Juli. Weitere Infos: www.stubai.at , www.schlickeralmlauf.com