Wie lebt sich’s in der Stadt von morgen?

Die Smart Cities Days 2018 machen Innovationen erlebbar und präsentieren Erfolgsprojekte, mit denen urbane Lösungen spielerisch entwickelt werden können.


Im Jahr 2017 lebten nahezu 55 % aller Menschen weltweit in Städten, bis 2050 wird sogar mit 70 % urbaner Weltbevölkerung gerechnet. Bei der Energie- und Mobilitätswende haben Städte somit eine Schlüsselrolle. Seit 2010 ebnet der Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) mit der Smart-Cities-Initiative den Weg zur nachhaltigen Stadtentwicklung. 35 Städte und 6 Regionen sind bereits Teil davon – und es werden immer mehr. Spiele, Experimente und andere interaktive Sessions, in denen innovative Lösungen für die sinnvolle Integration neuer Technologien in Klein- und Großstädte erarbeitet werden, standen heuer im Mittelpunkt der Smart Cities Days. Diese fanden – eingebettet in die „Urban Future Global Conference“ – Anfang März in der Wiener Messe statt.

Städte von morgen gestalten. „Wir wollen Städte bei ihrer Entwicklung hin zu nach-haltigen, lebenswerten und leistbaren Regionen unterstützen. Die technologischen Innovationen, die wir dazu benötigen, existieren oft schon – es ist aber auch wichtig, diese in den Lebensalltag der Menschen zu integrieren. Die Bewohner sollen aktiv mitgestalten können, wie sie ihre Stadt in Zukunft erleben wollen“, erklärt Ingolf Schädler, Bereichsleiter für Innovation im bmvit.
Neben partizipativen Elementen bilden auch die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen einen Schwerpunkt. „Der Klima- und Energiefonds hat in den letzten acht Jahren 106 Projekte mit insgesamt über 45 Millionen Euro unterstützt. Wir leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der UN-Ziele und machen heimische Pionierleistungen international sichtbar“, betont Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds. Wie vielfältig die Smart Cities-Projekte sind, zeigt etwa „Smart Pölten II“. Dort ermöglicht ein auf empowerment basierender Bürger-Beteiligungsprozess die innovative Grün- und Freiraumgestaltung an mehreren Standorten.