Unser Leben mit Cobots, Chatbots & Co 

Maschinen werden Menschen ersetzen –  die Idee aus der Automatisierungstechnik ist zwar nicht neu, doch entwickelt sie sich derzeit so rasant wie niemals zuvor.

Es ist erst drei Jahre her, als 2013 das Thema „Künstliche Intelligenz“ im Mittelpunkt des Science-Fiction-Dramas „Her“ stand. Hauptdarsteller Theodore kommuniziert über Headset und Video mit einem Betriebssystem namens    Samantha. Die weibliche Stimme lernt schnell über die soziale Interaktion mit ihm und es entwickelt sich eine – vordergründig – menschliche und intime Beziehung zwischen den beiden.  Enttäuscht ist Theodore, als er erfährt, dass sich Samantha auch noch mit über 8.000 anderen Usern in gleicher Weise austauscht und als Sprachassistent deren Leben einfacher und praktischer macht.

Immer mehr dieser „Chatbots“ erobern derzeit den Markt. Es handelt sich dabei um Software, die unter Zuhilfenahme von natürlicher Sprache mit Menschen Dialoge führen kann. Die Kommunikation kann dabei sowohl verbal als auch schriftlich erfolgen. Chatbots assistieren Menschen im Alltag oder Beruf und erledigen eigen-ständig Aufgaben. Der Vorteil in der Praxis: Antwortzeiten werden reduziert, viele Anfragen können gleichzeitig behandelt werden und Chatbots haben keine Öffnungszeiten. Rund um die Uhr können sie auf Datenbanken zugreifen und relevantes Wissen zur Verfügung stellen. Erfolgreiche Anwendungen findet man zum Beispiel auch bei CNN, Friendseek, Chatshopper oder dem Messenger „Allo“ von Google.   

HelloPegg unterstützt Kleinbetriebe bei der Buchhaltung und Kayak macht Urlaubs-buchung auf Zuruf möglich. Ein Londoner Start-up hat erst kürzlich veröffentlicht, Chatbots einzusetzen, die rund um die Uhr automatisiert Anfragen von Patienten beantworten. Die Robo-Docs stellen Diagnosen auf der Basis von Milliarden Datenpunkten. Je öfter der  Algorithmus konsultiert wird, umso mehr lernt er dazu und die Auswertungen werden präziser.