EU fördert Sprachkenntnisse

Die EU hat nicht weniger als 24 Amtssprachen, bedingt durch (noch) 28 Mitglieds-staaten: Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Irisch, Italienisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch.

Da etwa alle Gesetzesvorschläge und –texte sowie EU-Parlamentsdebatten in alle Amtssprachen übersetzt werden müssen, sind Fremdsprachenkenntnisse eine sichere Jobbank.

So bietet der Europäische Masterstudiengang „Übersetzen (European Master’s in Translation, EMT)“ ein Qualitätssiegel, das an Studiengänge im Fach Übersetzen verliehen wird, die vereinbarten Ausbildungsstandards genügen. Das EMT dient hauptsächlich dazu, die Qualität der Übersetzerausbildung zu verbessern und dafür zu sorgen, dass EU-weit hoch qualifizierte Übersetzer zur Verfügung stehen. Durch den EMT soll außerdem das Ansehen des Übersetzerberufs innerhalb der EU gesteigert werden. 

Für große Mengen an Übersetzungen gibt es auch technische Hilfe. Mithilfe des maschinellen Übersetzungsdienstes der Kommission kann der ungefähre Textinhalt schnell geprüft werden. So können Dokumente zur EU-Politik aus allen 24 Amtssprachen verarbeitet und übersetzt werden. Bedienstete der öffentlichen Verwaltungen der EU und den EWR-Staaten können diesen Dienst kostenlos nutzen.

EU-Aktionsprogramme sollen Sprachenlernen fördern. Das im Jänner 2014 gestartete Erasmus+ ist das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport im Zeitraum 2014-2020. Eines der spezifischen Ziele des Programms  ist die Förderung des Sprachenlernens und der sprachlichen Vielfalt. Laut dem Erasmus+-Programmleitfaden zielen die  „gebotenen Möglichkeiten der Sprachförderung darauf ab, die Mobilität effizienter und wirksamer zu machen und die Lernleistung zu verbessern, und tragen somit zu den spezifischen Zielen des Programms bei“.