Studierdauer bei technischen Studien auf dem Prüfstand

Überbordende inhaltliche Anforderungen in Lehrveranstaltungen setzen der Studiendauer und Studierbarkeit zu, so eine neue EU-Studie.

Die durchschnittliche Studiendauer wird durch übertriebenes, vertiefendes Fach-wissen in den Bachelorlehrveranstaltungen erhöht. Eine qualitative Bewertung der Lehre anhand der Studiendauer, wie es die neue Multirank-Studie der EU vornimmt, ist somit fragwürdig, meint Anna Klampfer vom Vorsitzteam der Hochschülerschaft der TU Wien.

Trotzdem zeigt Studie auf, dass die Studiendauer an den Technischen Universitäten Graz und Wien unnötig in die Länge gezogen wird. „Diese Problematik und der zugehörige Handlungsbedarf ist den Universitäten und vielen Lehrenden bewusst. Jedoch ist es bezeichnend, dass, sobald es um Einsparungen von Inhalten in den eigenen Lehrveranstaltungen geht, andere Maßstäbe herangezogen werden“, führt Andreas Potucek von der TU Wien weiter aus. Dies ist kein Symptom der technischen Studien im Allgemeinen. Ersichtlich ist das aus dem Vergleich mit Wertungen von anderen Technischen Universitäten des deutschsprachigen Raumes, beispielsweise der TU München oder der TU Dresden. „Die Technischen Universitäten Graz und Wien brauchen sich allerdings nicht für ihre Lehre zu schämen, im Gegenteil, die Lehre verfügt über eine hohe Qualität. Eine umfassende Überarbeitung der Studienpläne mit dem Augenmerk auf dem Aspekt der Studierbarkeit, also mit weniger Verschulung und mehr gebundenen Wahlmöglichkeiten, kann Lösungsansätze bieten“, so fasst Patrik Buchhaus von der ÖH Graz zusammen. 

Weitere Infos dazu auch unter: www.htu.at