SERIE: Technik- und Umweltausbildungen

Ein (Berufs-) Leben für den Klimaschutz

Klimaschutz geht jeden an – und verliert nicht an Aktualität, sondern legt noch zu. Umso naheliegender ist auch die Tatsache, dass Aus- und Weiterbildungen im Bereich Klimaschutz gern gesehene und höchst vielversprechende Jobs nach sich ziehen.

Klimaschutz als übergeordnete Thematik für Aus- und Weiterbildungen umfasst eine enorme Bandbreite: Solarenergie, E-Mobilität, Windkraft, Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Geothermie, Katastrophenschutz, Bioenergie/Biomasse, Passivhausbau, Geoengineering, Recycling, Abfallwirtschaft gehören mit dazu, um nur die bekanntesten Schlagworte zu nennen. All diese Themen haben zumindest  unter anderem ein großes Ziel: das Weltklima so weit zu stabilisieren, dass heute prognostizierte Effekte nicht eintreten können, oder mit bereits bestehenden Resultaten umzugehen.

Wachstumsbranche. „Die Statistik Austria zählte 2013 in Österreich rund 185.000 Green Jobs“, erzählt Mag. Sabine Putz, Bundesgeschäftsstelle Arbeitsmarktfor-schung und Berufsinformation des AMS Österreich. „Das stellt ein Wachstum von 2,4 % zum Jahr 2012 – und einen neuen Höchststand – dar.“ Von der Statistik Austria werden dabei Umweltbeschäftigte im Handel  nicht mehr in die Berechnung einbezogen. „5 % beträgt mittlerweile der Anteil der Umweltbeschäftigten an den Erwerbstätigen in Österreich“, so Putz weiter. Die Arbeitsmarktexpertin bringt den grünen Jobmarkt auf den Punkt: „Der Zuwachs an Green Jobs ist zudem nicht ausschließlich durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu erklären. Viele der bereits bestehenden Berufe wurden neu beurteilt und als Green Jobs erfasst. Mit mehr als 26.000 Beschäftigten ist der Bereich „Energieversorgung“ nicht nur der bedeutendste Berufsbereich der Green Jobs, mit nur 408 Arbeitslosen ist es auch ein sehr stabiler Arbeitgeber. Allerdings gibt es in diesem Bereich auch kaum offene Stellen.“