SERIE: Ausbildung im Bereich Gesundheit, Medizin und Pflege

Heiß begehrt, viel gesucht – aber nicht immer adäquat bezahlt.

Kaum ein anderer Wirtschaftssektor weist ein ähnlich dynamisches Beschäftigungswachstum und eine solche Vielzahl an neuen Berufsbildern auf wie die Gesundheitsbranche. Auch Interessenten ohne Matura stehen hier viele Türen offen.

Die Gesundheitswirtschaft ist eine Zukunftsbranche – wie kaum eine andere sonst. Das gilt für die gesamte, ungemein vielfältige Berufspalette, die von den klassischen Lehrberufen in der Medizin und Pflege über zahlreiche akademische Berufe bis hin zu völlig neu entstehenden Berufsbildern reicht, die sich in einem immer differenzierter ausbildenden Umfeld rasch verbreiten: vom Ernährungsberater über den Personaltrainer bis hin zum Humanenergetiker.
Dieser Artikel widmet sich ausschließlich Ausbildungsmöglichkeiten, die keine Matura voraussetzen. Unberücksichtigt bleiben auch Ausbildungen an Fachhochschulen, die in Ausnahmefällen auch ohne Matura absolviert werden können, zum Beispiel wenn Studienanwärter bereits über einschlägige berufliche Qualifikationen verfügen, etwa Absolventen von Krankenpflegeschulen oder facheinschlägigen Lehrausbildungen. Meist müssen ist in solchen Fällen allerdings Zusatzprüfungen abgelegt werden. Die Gesundheitsbranche ist vornehmlich weiblich: die Pflege sowieso, aber inzwischen auch die Medizin, viele Therapie und Pharmazieberufe und die meisten Assistenzberufe – also eigentlich fast alle, einmal abgesehen von den obersten Chefetagen, den Primarärzten zum Beispiel. Hier liegt der Anteil der Frauen gerade einmal bei 13 Prozent. Aber das wäre eine ganz andere Geschichte. Viele der in diesem Artikel vorgestellten Berufe weisen im Gegensatz dazu jedoch einen hohen, manchmal sogar fast ausschließlichen Frauenanteil aus.
Für welche Gesundheitsausbildung sich Mann oder Frau auch immer entscheidet, wer einen Ausbildungsplatz bekommt oder sich eine private Ausbildung leisten kann, hat danach in der Regel hervorragende Jobaussichten. Und diese werden Jahr für Jahr noch besser. Die Gesellschaft wird immer älter, mit dem Anteil der Alten steigt auch der Bedarf an Medizin und Gesundheitsleistungen.