Das Angebot an E-Autos wächst. Aber wächst die Nachfrage mit?

Über 50 verschiedene Elektroautos werden bis Ende des Jahres am Markt sein. Mit dem Angebot steigt auch langsam die Nachfrage – aber sie steigt viel zu langsam, um das Regierungsziel von 200.000 Stück bis 2020 auch nur annähernd zu erreichen.

Derzeit ist das Angebot jedenfalls noch deutlich größer als die Nachfrage, aber bekanntlich kann man Nachfrage mit einem sinnvollen Angebot auch schaffen. Das ist wohl auch die Strategie der großen Autohersteller, die viel Geld in die Entwicklung ihrer E-Flotte stecken. Das zeigt sich in einer Reihe von neuen Modellen, die Anfang 2015 auf den Markt gekommen sind – und jene, die noch folgen sollen.
Bevor wir uns einigen dieser neuen Modelle im Detail zuwenden, sei uns an dieser Stelle aber ein kurzer Ausflug in die Begrifflichkeit und Statistik gestattet: Unter den Begriff Elektroauto fallen batterieelektrische Fahrzeuge (BEV), Brennstoffzellenfahrzeuge wie die sogenannten Wasserstoffautos, Fahrzeuge mit Range Extender (REEV), Hybrid-Autos (HEV) und Plugin Hybrid-Fahrzeuge (PHEV). Bei den in diesem Artikel vorgestellten Modellen handelt es sich durchwegs um batterieelektrische Fahrzeuge, sozusagen die „klassischen“, wenn Sie wollen auch die „puren“ Elektroautos, die ausschließlich mit Strom betrieben werden.
Nun zur Statistik: Anfang 2015 fuhren laut Statistik Austria 3.386 Elektroautos über Österreichs Straßen. Das ist gemessen an den 4,7 Millionen zugelassenen PKW zugegebenermaßen ein verschwindend kleiner Anteil. Andererseits aber waren es ein Jahr zuvor gerade einmal 2.070 EAutos, was immerhin einer Steigerungsrate von beachtlichen 63 Prozent in einem insgesamt stagnierenden Markt entspricht. Dazu kommen dann noch ca. 13.000 Hybrid-Fahrzeuge (davon 800 PHEV) und 3 (!) Wasserstoffautos.

Angebot & Nachfrage

Hält sich das Kaufverhalten von Frau und Herrn Österreicher an die Prognosen der Zukunftsforscher und Automobilexperten, dann dürfte die Flotte der Elektroautos auch in den nächsten Jahren jeweils um einige Hundert, vielleicht ein bis zwei Tausend anwachsen. Das ist jedenfalls viel zu wenig, um dem von der Österreichischen Bundesregierung ausgegebenen Ziel von 200.000 E-Autos bis zum Jahr 2020 auch nur einigermaßen nahezukommen.