Für Tierwohl, Bauern und transparente Herkunft

Das Tierschutzvolksbegehren hat einen bravourösen Start hingelegt und harrt nun der Eintra-gungswoche. Entgegen weit verbreiteter Erwartungen geht es dabei nicht nur um das Tier-wohl, sondern auch um mehr Transparenz bei Lebensmitteln und eine Stärkung der Bauern.


Tierschutz geht uns alle an, heißt es auf der Website des Tierschutzvolksbegehrens – tsvb.at und mit „alle“ sind auch tatsächlich alle gemeint: Politiker, Landwirte, Konsumenten, Handel und verarbeitende Industrie. Der Ball ist nicht nur bei einer dieser Stakeholder-Gruppen, sondern bei jeder einzelnen. Initiator Dr. Sebastian Bohrn Mena, Aktivist, Kolumnist, Autor und ehemaliger Politiker, erklärt, warum.

Von der Politik zum Volksbegehren. 2018 schied Bohrn Mena aus der Politik aus und machte seinen Frieden damit. „Ich war danach jedoch mit der großen Enttäuschung von vielen konfrontiert, die mich gewählt hatten“, erzählt der Aktivist. „Ich spürte daher eine große Verantwortung, mich für Veränderungen im Natur- und Umweltschutz und im Tier-wohl zu engagieren.“
Politisches Engagement, aber auch die Gründung einer NGO kamen für ihn nicht infrage –   ja, sogar als Tierschützer würde er sich selbst nicht bezeichnen. „Ich bin Konsument, wusste wenig über Landwirtschaft und systemische Notwendigkeiten, doch der Vorschlag eines Freundes, mich im Rahmen eines Volksbegehrens zu engagieren, hat mich überzeugt. Die Voraussetzung dabei war jedoch, dass ich die Äquidistanz zu allen Stakeholdern und die Unabhängigkeit wahren wollte“, so Bohrn Mena.
Via Social Media startete ein Unterstützungsaufruf und innerhalb weniger Wochen wurde der als Limit gesetzte Betrag bei Weitem übertroffen. Gleichzeitig begab sich der engagierte Aktivist in den Dialog mit allen relevanten Institutionen und unzähligen Einzelpersonen und erarbeitete einen Forderungskatalog, der eine systemische Veränderung ermöglicht, ohne auf Kosten der kleinbäuerlichen Strukturen in Österreich zu gehen.

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