Klimafit saniert

Etwa 27 Prozent des Gesamtenergiebedarfs werden hierzulande für die Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser verbraucht. Das Einsparungspotenzial in diesem Bereich ist also enorm – vorausgesetzt, es wird mehr saniert.


Der Klimawandel hat wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben, kann sich doch ein Monat wieder einmal mit dem Titel „wärmster Oktober“ schmücken. Die Reduktion des CO2Ausstoßes, die Steigerung der Energieeffizienz und damit verbunden die Reduktion des Energie­verbrauchs werden angesichts dessen dringlicher denn je. Wer denkt, das betrifft nur den Verkehr und die Industrie, der irrt. So ist der Gebäudesektor für immerhin rund 27 Prozent des Gesamtenergiebedarfs verantwortlich. Und rund zehn Prozent der Treibhausgase gehen auf das Konto der Gebäude zurück. So belastet beispielsweise das Beheizen eines nicht gedämmten Einfamilienhauses die Atmosphäre mit rund fünf bis zehn Tonnen CO2 pro Jahr.
Somit kann auch jeder Hauseigentümer seinen Teil dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen. Vor allem dann, wenn er ein noch nicht thermisch und energetisch saniertes Gebäude sein Eigen nennt.  „Da gibt es noch viele Klimasünder“, sagt dazu Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der NÖ Energie und Umweltagentur eNu. Denn bei Neubauten legen Bauordnungen, Wohnbauförderungsvorschriften und Normen die Latte in puncto Klimaschutz bereits hoch.

Strukturiertes Vorgehen gefragt.
Wer der Umwelt Gutes tun will, sollte gegebenenfalls möglichst rasch sein Gebäude klimafit sanieren. Denn eine Wärmedämmung, der Austausch alter Fenster sowie der Einbau einer modernen Heizung, womöglich noch mit erneuerbaren Energieträgern betrieben, senken den Energiebedarf und die Klimabelastung. Bevor man das Vorhaben jedoch in die Tat umsetzt, sollte man unter der Beiziehung eines Bauphysikers sowie eines Haustechnikers ein Konzept für die Sanierung erstellen, rät Mag. Alexander Hagner vom Architekturbüro gaupenraub. Am Anfang sollte eine Bestandsanalyse stehen: Wie hoch ist der Heizwärmebedarf aktuell? Wie ist der Zustand von Dach, Mauerwerk, Fenstern und Heizung? Wurde bereits beim Bau eine Dämmung angebracht?