Akademisches Bildungsjahr 2020

Die Gewinner der akademischen Bildungseinrichtungen sind derzeit die Fachhochschulen und die Privatuniversitäten. Auch Fernstudien legen laufend zu. Öffentliche Universitäten verzeichnen Rückgänge, doch sind wenigstens die Zeiten der endlos lang Studierenden vorbei.


Im Studienjahr 2018/19 gab es in Österreich rund 268.586 ordentliche Studierende an Universitäten – das bedeutet, dass die Gesamtzahlen nach 2017/18 und 2016/17 erneut rückläufig sind, konkret um 3,4 %. 17.167 Studierende besuchten einen Universitätslehrgang. Starke Zuwächse gab es zum einen an den Privatuniversitäten, an denen im Studienjahr 2018/19 11.503 ordentliche Studierende und 2.943 LehrgangStudierende inskribiert waren. Zum anderen wird das Studienangebot der Fachhochschulen laufend ausgebaut und das macht sich auch bei den Interessen der Studierenden bemerkbar. 53.401 ordentliche Studierende waren 2018/19 an FH inskribiert, das sind 3,6 % mehr als im Jahr davor. Dazu kommen noch 5.225 Inskribierte für einen Fachhochschullehrgang. Seit 2007/2008 zählen auch Pädagogische Akademien zu den Hochschulen, 2018/19 studierten hier 14.595 Lehramt und 15.058 Lehrgang-Studierende.

Fokus auf MINT.
Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) setzt zahlreiche Maßnahmen, um dem aus gesamtgesellschaftlicher und wirtschaftlicher Sicht steigenden Bedarf an Absolventen des MINT-Bereichs Rechnung zu tragen. MINT steht für die Ausbildungsfelder Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Im Gesamtösterreichischen Universitätsentwicklungsplan (GUEP) 20192024 wurde ein Schwerpunkt auf die Steigerung der Absolventenzahlen in den MINT-Fächern gesetzt, da sie am Arbeitsmarkt stark nachgefragt sind.
Aus diesem Grund wurde bereits 2018 die Zahl der Studienplätze für Informatik von 2.500 auf 2.800 erhöht. Die Universitäten mit vielen MINT-Abschlüssen erhalten zudem hohe Budgetzuwächse, ein Großteil der neuen Professuren wird in diesem Bereich geschaffen. Ein weiterer Fokus liegt auch auf der verstärkten Begeisterung von Frauen für die MINT-Fächer.

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