SERIE: KI

Wenn das Smartphone mitdenkt …

In fast jedem Smartphone findet sich künstliche Intelligenz. Sie hilft zwar, die Geräte nutzerfreundlicher zu machen, birgt aber auch Risiken.

Das Handy hat sich mittlerweile weit von seinem ursprünglichen Zweck entfernt: Vielmehr hat sich das mobile Telefon zu einem multifunktionellen Helfer entwickelt. Es ist nicht mehr nur Telefon, Wecker, Terminplaner, sondern auch Fitnesscoach, Bank, Einkaufhilfe und vieles mehr. Nicht zuletzt spielt es im Bereich der Telemedizin bei der Überwachung und Begleitung von Patienten eine immer größere Rolle. Dank verschiedenster Apps wird das Smartphone somit zum vielseitigen Begleiter durch den Tag.
„Das Handy soll dem Nutzer dienen“, sagt Prof. (FH) DI Dr. Christoph Schaffer, Head of Mobility & Energy Department an der FH OÖ Campus Hagenberg. Um diese Aufgabe optimal erfüllen zu können, setzen App-Entwickler immer öfter auf künstliche Intelligenz (KI).     
„Sie sammeln die Daten des Nutzers, merken sich diese und lernen daraus“, sagt Schaffer. Beispielsweise registrieren sie, auf welchen Seiten der User länger verweilt und bei welchem Schritt er beim Onlinekauf abbricht. Eine neue App von Microsoft kann darüber hinaus nicht nur Daten wie Bilder, Videos und persönliche Informationen speichern, sondern hilft auch Informationen zu finden, zu verwalten und erinnert darüber hinaus noch an wichtige Ter-mine. Und genau daran können auch Laien erkennen, ob sich hinter einer App KI verbirgt. „Das ist dann der Fall, wenn ich unaufgefordert Vorschläge bekomme, die zu meinen Vor-lieben und üblichen Abläufen passen oder bei Fitness-Apps die Schwierigkeitsgrade der Übungen steigen. Dann ist etwas mit meinen Daten passiert“, sagt Schaffer.

Viele Daten, viel Information. Doch was ist KI eigentlich? Jedenfalls nichts wirklich Neues: Die Beschäftigung mit künstlicher Intelligenz reicht bis in die 1930er zurück. Die Idee, Soft-ware zu entwickeln, die ähnlich wie Menschen die Umwelt analysiert und mit ihr inter-agiert, wurde bereits 1956 geboren. Was sich jedoch im Laufe der Jahrzehnte     geändert hat, ist, dass die Methoden wie Suchbäume weiterentwickelt wurden – mit dem Effekt, dass Deep-Learning-Algorithmen mittlerweile besser als Menschen etwa Bilder und Texte erkennen.

Weiter geht es in der aktuellen Print-Ausgabe.