So viel Normalität wie möglich

Österreichs Universitäten und Fachhochschulen gehen wieder in Richtung Normalbetrieb.
Strenge Sicherheits- und Hygienebestimmungen sollen dabei helfen.

Viele Studierende haben seit März 2020 Hörsäle eher selten von innen gesehen. Das sollte sich mit dem kommenden Wintersemester definitiv ändern. Denn an den heimischen Uni-versitäten und Fachhochschulen stehen die Zeichen auf Normalbetrieb wie in den Zeiten vor Ausbruch der Pandemie. „Er ist unsere große Linie“, sagt etwa Dr. Gerald Reisinger, Präsident der FH Oberösterreich. Ob sie allerdings durchgehalten werden könne, könne man   derzeit noch nicht mit letzter Sicherheit sagen. Schon in den vergangenen Jahren sei die FH „im Echtbetrieb“ gefahren, man könne nicht „geschützte Werkstätte spielen“. „Wir haben einen relativ hohen Präsenz- beziehungsweise Laboranteil, da Praxis in unseren Studiengän-gen großgeschrieben wird“, sagt Reisinger.
An der Medizinischen Universität Innsbruck sei das Wintersemester ebenfalls „an sich nor-mal“ geplant, so Univ.-Prof. Dr. Peter Loidl, Vizerektor für Lehre und Studienangelegenheiten an der MedUni Innsbruck – nicht zuletzt deshalb, da man Medizin nicht online studieren könne. „Das geht nur in Präsenz“, so ist Loidl überzeugt. Angesichts der Durchimpfungsrate, die sowohl bei Studierenden als auch Mitarbeitern bei durchschnittlich 80 Prozent liege, sei das durchaus vertretbar. „Das epidemiologische Risiko ist nicht sehr groß“, sagt Loidl.
Auch Mag. Stefan Fitz-Rankl, Geschäftsführer der FH Vorarlberg, setzt auf Normalität. „Die Vorbereitungen für das Wintersemester laufen schon seit Langem. Der Fokus in der Planung liegt auf Präsenz. Die Studierenden würden mit speziell konzipierten „Welcome Back Work-shops“ am Campus willkommen geheißen. „Wir freuen uns sehr, dass endlich wieder mehr Leben am Campus sein wird“, sagt Fitz-Rankl. Wie schon im Jahr 2020 seien jedoch verschiedene Szenarien im Detail vorbereitet, die je nach Rahmenbedingungen zum Einsatz kämen.

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