Gesucht? Gefunden?

Der Jobmarkt erholt sich wieder, einzelne Branchen boomen regelrecht: Die Nachfrage nach Pflegekräften ist im Vergleich zu Ende 2019 um 70 Prozent gestiegen. Jobs im Einzelhandel österreichweit dagegen um 30 Prozent zurückgegangen.

Der Stellenmarkt in Österreich zieht weiter kräftig an: Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2021 hierzulande 203.594 Stellen ausgeschrieben – das sind 30.000 Jobs mehr als im ersten Halbjahr 2020. Die Nachfrage nach Fachkräften ist nach einem guten ersten Quartal im zwei-ten Quartal 2021 nochmal deutlich gestiegen. Im Schnitt liegen die Ausschreibungen 3,5 Pro-zent über dem Vergleichszeitraum 2019, in einzelnen Branchen gibt es bis zu 70 Prozent mehr Jobs als 2019, so das Ergebnis des „StepStone Fachkräfteatlas“.
„In einigen Branchen erleben wir aktuell einen regelrechten Jobboom. Im letzten Winter waren viele Unternehmen noch zurückhaltend in Sachen Recruiting. Jetzt suchen sie mit Blick auf den erhofften Nach-Krisen-Boom händeringend nach guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, erklärt Nikolai Dürhammer, Geschäftsführer StepStone, über die aktuelle Situation am Jobmarkt.

Aktuell besonders gefragt.
Im zweiten Quartal 2021 wurden 12 Prozent mehr Ärztinnen und Ärzte gesucht als vor der Krise. 18 Prozent mehr Jobs gab es im Personalwesen, 34 Prozent mehr in naturwissenschaftlichen Berufen und in der Pflege sogar um 73 Prozent mehr Aus-schreibungen als im Vergleichszeitraum 2019. Bereits 2020 ist die Nachfrage nach Pflege-rInnen und ArzthelferInnen um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – die einzige Berufsgruppe im Vorjahr, die stärker nachgefragt wurde.

Weniger Jobs als noch vor der Krise.
Etwas weniger Jobs als vor der Krise gibt es aktuell für Ingenieure (minus 3,7 Prozent im Vergleich zu Q2/19) und bei den technischen Ausbildungs-berufen (minus 5,61%). Eine Branche, die immer noch stagniert, bzw. sich sogar rückläufig entwickelt, ist der Einzelhandel. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres im Einzelhandel 4.600 Jobs weniger ausgeschrieben als im ersten Halbjahr 2020.

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