Über allen Gipfeln ist Ruh ... mal sehen!

Von allen Branchen, die im Zuge der Corona-Pandemie schwere Einbußen hinnehmen mussten, ist der Tourismus eine der am meisten betroffenen. Wochenlanges Betriebsverbot, dann nur sehr langsame Lockerungen und ein voraussichtlich nicht mehr einholbarer Verlust im gesamten Jahr bringen viele Unternehmen an den Rand des Ruins oder darüber hinweg.

Nahezu leergefegte Gassen in Hallstatt, Salzburg oder Innsbruck, verwaiste Sehenswürdigkeiten und leere Busparkplätze in Wien – so haben die Menschen Österreich noch nie gesehen. Wie locken wir neue Gäste an und woher kommt das Geld, damit Betriebe überleben?

Lockdown und erste Lockerungen

Im März wurden alle touristischen Aktivitäten in Österreich radikal abgebremst. Betriebe schickten ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit oder kündigten sie sofort, suchten um Unterstützung bei diversen Härtefonds an und versuchten, die folgenden Wochen finanziell zu überstehen. Das wird nicht allen gelingen. Wie viele es sein werden, wird wohl erst ab der zweiten Jahreshälfte oder auch später klar werden.
Ab Mitte Mai begannen stufenweise die ersten Lockerungen. Ein Wiederhochschnellen der Fallzahlen konnte glücklicherweise nicht beobachtet werden, die Bevölkerung hält sich nach wie vor recht zuverlässig an Abstands- und Schutzregelungen. Mit 15. Mai konnten Gastronomiebetriebe wieder öffnen, am 29. Mai folgten die Beherbergungsbetriebe sowie Ausflugsziele, Seilbahnen und Freizeiteinrichtungen. Nicht nur die betriebsfreie Zeit, auch das Hochfahren kostet die Betriebe viel Geld und Energie. Daher hat die Bundesregierung für die Gastronomie ein Entlastungspaket über 500 Mio. Euro vorgestellt. Mit 1. Juli sollen diese Erleichterungen in Kraft treten. Weiters können Anträge für Fixkostenzuschüsse im Rahmen des Corona-Hilfsfonds gestellt werden.
Neben Geldern, die der Bund in Form von Hilfsfonds zur Verfügung stellt, sind auch alle Bundesländer bemüht, dem Tourismus im Land auf die eine oder andere Art wieder auf die Sprünge zu helfen.

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