Jobchancen für Jungakademiker nach der Krise

Die konjunkturellen und wirtschaftlichen Turbulenzen der letzten Monaten erschweren nicht nur Studierenden und Absolventen den erfolgreichen Berufseinstieg, sondern setzen auch Maturierende unter Druck, richtige Studienentscheidungen angesichts der Arbeitsmarktentwicklungen zu treffen.

Um der jungen Zielgruppe eine Perspektive zu bieten, hat career Institut & Verlag eine Umfrage unter 4.000 Personalverantwortlichen durchgeführt und sie zu den Chancen für Jungakademiker am Arbeitsmarkt nach Covid-19 befragt. Erfreulich ist, dass knapp zwei Drittel der befragten Personalisten trotz Krise zumindest gleichbleibend viele Stellen für Jungakademiker im Jahr 2020 zu vergeben haben. 7,3 % suchen gar mehr Akademiker als vor Covid-19 geplant. Dem gegenüber steht knapp ein Drittel der Arbeitgeber, die deutlich weniger Aufnahmen aus dieser Zielgruppe als vor der Krise vorsehen.

Spezialisierung und Erfahrung

Auf einer Schulnotenskala von 1 bis 5  bewerten knapp 40 % der Personalverantwortlichen die künftigen Job-Chancen der Jungakademiker mit sehr gut bis gut, der Mittelwert liegt bei 2,84. Dabei prognostizieren die Befragten generell weniger Einstellungen bzw. Nachbesetzungen im Jahr 2020, erhoffen sich aber einen Aufschwung und damit neu geschaffene Positionen ab 2021. Für Absolventen aus MINT-Studienfächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sehen die Personalverantwortlichen weniger Probleme als für eher allgemeine bzw. weit gefächerte Bereiche wie z.B. Betriebswirtschaft.
Hier sollten die Studierenden rechtzeitig auf eine gezielte Spezialisierung vor allem in Richtung Digitalisierung oder Innovation achten, um sich fachlich abzuheben. Nach wie vor gilt jedenfalls: Arbeitserfahrung ist Trumpf! Ein facheinschlägiger Nebenjob während des Studiums und unternehmerisches Denken werden gefragter sein denn je. Bewerber sollten sich überdies flexibel zeigen, was Arbeitszeit, -ort, Aufgabenbereiche und das Gehalt angeht.

Weiter geht es in der aktuellen Print-Ausgabe.