Jetzt erst recht!

Mut und unternehmerische Kreativität lassen den Wirtschaftsstandort Österreich deutlich optimistischer wirken, als es der Blick auf die aktuellen Zahlen rechtfertigen würde – das gilt auch für die Medizinprodukte-Branche. Sie hat durch die Pandemie viel Aufmerksamkeit erlangt, nicht alle Betriebe zählen aber zu den „Krisengewinnern“.

Österreichs Unternehmen sind keineswegs in „No-Future“-Stimmung, wie eine aktuelle Studie der Leitbetriebe Austria und dem Marktforschungsunternehmen Marketagent zeigt. An der Studie haben 219 Unternehmen, darunter 90 ausgezeichnete Leitbetriebe, aus allen Branchen, allen Größenklassen und allen Bundesländern teilgenommen. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen sehen sich stark oder sehr stark von der Krise betroffen, sie rechnen mit Umsatzrückgängen zwischen 30 und 70 Prozent. Knapp die Hälfte geht davon aus, dass erst im Jahr 2021 oder gar noch später „Normalbetrieb“ einkehren wird. Dennoch rechnen fast zwei Drittel sogar damit, dass ihr Unternehmen am Ende gestärkt aus der Krise hervorgehen wird.

Drehscheibe im Gesundheitswesen. Eine Branche, die sich in den letzten Wochen über Umsatzzuwächse freuen konnte, sind die Hersteller und Vertreiber von sogenannten „Medizinprodukten“. Vom Pflaster bis hin zu künstlichen Gelenken, vom Röntgenbild bis zum Gipsverband: Kaum eine Diagnose oder eine ärztliche Behandlung ist ohne den Einsatz von Medizinprodukten denkbar.
„Die rund 500 Unternehmen in Österreich leisten einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsversorgung und sind gleichzeitig ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Sie beschäftigen etwa 25.000 Mitarbeiter und erwirtschaften knapp 7 Mrd. EUR Umsatz pro Jahr. Und doch hatten es gerade diese Unternehmen bisher schwer, gehört zu werden, denn hier haben rund 500.000 unterschiedliche Artikel ihren Platz, die in genau dieser Vielfalt für den Laien kaum fassbar sind“, erklärt Mag. Philipp Lindinger, Geschäftsführer der AUSTROMED, der Interessensvertretung der Medizinprodukte-Branche in Österreich.

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