Das Jahr der Fernuniversitäten

Schulen und Hochschulen wurden durch Corona stark getroffen und mussten ihren Betrieb einstellen oder massiv einschränken. Welche Lehren und Maßnahmen können   helfen, dass künftige Krisen keinen solchen Effekt mehr haben – und kann oft nicht gleich der gesamte Studienbetrieb ins Internet ausgelagert werden?

Seit Mitte März sämtliche Hochschulen den Präsenz-Lehrbetrieb eingestellt haben, hat sich der Betrieb an Universitäten und Fachhochschulen ins Internet verlagert. Teils recht überhastet wurden möglichst viele Unterlagen digitalisiert, die Lehrkräfte dazu angehalten, die Studierenden mittels Chat und Videokonferenz zu betreuen. Distance Learning ist das Zauberwort, das vor März kaum jemand kannte, das nun aber in aller Munde und auch allen Bildschirmen tägliche Praxis ist. Mal so eben einen ganzen Hochschulbetrieb online zu verlagern, klingt modern und „flashy“, doch kann das möglicherweise nicht für alle Studienzweige gleich erfolgreich sein. Oft bleiben dabei Betreuung, Prüfungen, Forschung, ja auch notwendige Recherche oder gar Experimente und Hands-on-Training auf der Strecke.

Studieneingangsphasen online checken.

Die Änderungen beginnen bereits in der Studieneingangsphase: Ein Online-Self-Assessment (OSA) steht nun am Beginn jedes Aufnahmeverfahrens in Studien, in denen aufgrund hoher Anzahl von   Studienbewerbern Eintrittshürden gesetzt wurden. Die Bilder von vollen Sport- und Messehallen bei beispielsweise der Aufnahmeprüfung zum Medizinstudium  sind natürlich in der aktuellen Situation undenkbar. In einigen nicht ganz so überlaufenen Studienrichtungen ist die Zulassung damit bereits abgeschlossen. Das OSA wird dabei nicht benotet, es muss lediglich vorhanden sein. Welche Studienrichtungen das im Einzelnen sind, ist von Universität zu Universität verschieden, so ist das OSA für Betriebswirtschaft an der Universität Wien ausreichend, an der  Wirtschaftsuniversität Wien ist hingegen eine hochgeladene schriftliche Arbeit mit Essay und Wissensfragen erforderlich.

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