Coronakrise als Jobmotor

Während einige alteingesessene Branchen durch die Covid-19-Pandemie schwere Zeiten durchleben, bringt jede Disruption auch neue Potenziale zutage. In jedem Fall befeuert die aktuelle Situation auch den Veränderungswillen vieler Unternehmen – und den vieler Arbeitnehmer.

Die „Großraumbüro-Hasser“ haben es ja schon immer gewusst: Endlose Schreibtischreihen oder gar neumodischer Firlefanz mit „Shared Desks“ sind nicht nur unproduktiv, sondern gefährden auch unsere Gesundheit. Corona bereitet derzeit vielen Unternehmen auch in Sachen Office-Design Kopfzerbrechen, sind die Abstände oft doch viel zu klein und die sündteuer errichteten Bürolandschaften müssen aufwändig wieder umgeordnet werden. Letzten Endes wird aber in den meisten Büros, mal abgesehen von organisatorischen Änderungen, bald wieder der Alltag einkehren. Etwas, das beileibe nicht für alle Branchen gilt, wie man an den täglichen Negativ-Rekordmeldungen in Sachen Arbeitslosigkeit sehen kann.
Zwar stellen viele Betriebe, vor allem aus Tourismus, Gastronomie und Dienstleistung wieder vorher abgebaute Mitarbeiter ein, angesichts der Schwere der Krise wird eine wirklich rasche Normalisierung aber auf sich  warten lassen. Doch welche Branchen sind wie stark betroffen und welche Zweige suchen im Gegenteil gerade nach Arbeitskräften?

Kurzfristige Initiativen oder nachhaltige Modelle? Allerorten sprießen gerade zahlreiche Pop-up-Stores aus dem Boden, die MNS-Masken und Desinfektionsmittel verkaufen. Dieses Geschäftsmodell erscheint nicht zwangsläufig nachhaltig und so ist zu erwarten, dass diese so rasch wieder verschwinden, wie sie „aufgepoppt“ sind. Abgesehen von diesen kurzfristigen Initiativen lässt sich jedoch mit einiger Sicherheit sagen: Corona war eine große Disruption, die vieles durcheinandergewirbelt hat. Große Start-ups wie Uber und Airbnb, vorher erfolgsverwöhnt, schreiben Milliardenverluste, Homeoffice und Videokonferenzen reduzierten die Reisetätigkeit auf nahezu Null, die Digitalisierung erlebt einen neuerlichen Schub.

Weiter geht es in der aktuellen Print-Ausgabe.