Besser vorbereitet in die Zukunft...

Obwohl es immer wieder Warnungen und Vorzeichen für die aktuelle Pandemie gab, wirkten und waren die meisten Entscheidungsträger –  nicht nur hierzulande – durchaus  unvorbereitet, als Mitte März die Zeichen auf „Lockdown“ standen.

Es gibt demnach Krisen, die nicht vorhersehbar sind – und umso bedrohlicher, je vernetzter die Welt ist –, aber es gibt auch Krisen, die sich durchaus mehr oder weniger rasch ankündigen, wie etwa die aktuelle. Wohl viele haben sich jetzt vorgenommen, aus den letzten Wochen zu lernen und sich für die Zukunft besser zu rüsten, doch mit welchem Aufwand ist es überhaupt möglich Staaten, Betriebe oder selbst einzelne Haushalte auf eine Krise vorzubereiten – und welche Krise soll es denn sein? Naturkatastrophen, Blackout, Pandemie, Kriege – vieles davon ist in der Theorie immer wieder abgehandelt worden, manches davon haben einzelne Staaten oder Regionen punktuell auch erlebt. Eine weltweite Pandemie mit drastischen Folgen für alle Lebensbereiche, die die gesamte Welt über Wochen ausbremst wie nie ein Ereignis zuvor, hat uns wohl alle „kalt erwischt“. Daraus lernen wir: Es hängt nicht nur von der Art der Krise ab, sondern auch von der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Dimension, welche Maßnahmen Sinn machen.
Diese Pandemie erforderte Schutzausrüstung für Gesundheitspersonal und Kapazitäten auf Intensivstationen, genug Lebensmittel waren in den Regalen und Strom kam weiterhin aus der Steckdose. Wer jetzt meint, sich mit ausreichend medizinischer Schutzkleidung und einem zentralen Bettenbelegungsplan für die nächste Krise gut wappnen zu können, der liegt möglichweise ganz falsch, denn bei Erdbeben, Überschwemmungen oder Dürre – die zugegeben nicht gleich die ganze Welt betreffen werden – sieht die Vorsorge und Versorgung im Ernstfall dann schon völlig anders aus. Zu Rate ziehen können Staaten aber auch Betriebe zum Beispiel Konzepte zum Krisenmanagement, Pandemiepläne und Empfehlungen aus der Risikoforschung.

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