Neue Perspektiven am Jobmarkt

Trotz Wirtschaftskrise gibt es Branchen wie den Gesundheitsbereich in denen Mitarbeiter händeringend gesucht werden. Aber auch andere Berufe ersprechen spätestens mit dem Konjunkturaufschwung gute Aussichten.


Die Zahlen sind nach wie vor dramatisch: Ende Februar waren in Österreich knapp 509.000 Menschen arbeitslos oder in Schulungen, gleichzeitig waren zur Kurzarbeit rund 496.000 Personen angemeldet. Dennoch gibt es Branchen, die nach wie vor händeringend gut ausge-bildete Mitarbeiter suchen beziehungsweise in denen sich der Bedarf deutlich vergrößert hat. „Die aktuelle Pandemie hat eine beträchtliche Nachfrage nach medizinischem und Pflegepersonal verursacht“, sagt Georg Konjovic, CEO des Karriereportals karriere.at.     
So waren dort Mitte März im Bereich Pflege knapp über 1.600 offene Stellen gemeldet, im medizinischen/medizin-technischen Bereich waren es allein mehr als 300. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch die Jobplattform Xing: Wie ein Vergleich auf Basis aller Stellen-ausschreibungen im DACH-Raum auf der Plattform von 2019 und 2020 zeigt, ist die Nachfra-ge nach Berufen im Pflegebereich und Gesundheitswesen seit Ausbruch der Pandemie gestiegen.  
Neun von zehn Berufen, die den größten Anstieg in der Nachfrage innerhalb des Vergleichszeitraums erfahren haben, kommen aus dem medizinischen Bereich: Beispielsweise ist die Anzahl der Unternehmen, die Krankenpfleger einstellen möchten, um rund 28 Prozent ge-stiegen, für Ärzte stieg der Bedarf sogar um fast 31 Prozent. Lediglich der Beruf Einzelhan-delskaufmann/-frau zählt neben medizinischen Berufen zu den zehn Arbeitsplätzen mit der größten steigenden Nachfrage (plus 33 Prozent). Ebenfalls bemerkbar mache sich die ver-stärkte Suche nach geeignetem Forschungspersonal in medizinischen Bereichen und Natur-wissenschaften, ergänzt karriere.at-Chef Konjovic.

Pensionierungswelle rollt.
Aber nicht nur kurzfristig stehen die Jobchancen im Gesundheitswesen gut, das gilt auch für die nächsten Jahre. Denn von den derzeit etwa 127.000 Personen, die in Österreich in der Pflege beschäftigt sind, sind mehr als 30 Prozent über 50 Jahre alt und werden in den nächsten zehn Jahren in Pension gehen.

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