Gute Mitarbeiter sind kostbar – Gesunde erst recht!

Betriebliche Gesundheitsförderung zwischen Lockdowns und dem neuen Normal


Die Rahmenbedingungen für das Arbeiten zwischen Lockdowns, Kurzarbeit, strengen Sicher-heitsauflagen und Homeoffice stellen für alle Beteiligten eine große Herausforderung und emotionale Belastung dar. In unserer durchgebeutelten Arbeitswelt wird der Belegschaft seit Ausbruch der Pandemie besonders viel abverlangt und die Menschen befinden sich in einem dauerhaften Stressmodus. Businesscoach Brigitte Zadrobilek appelliert an Entscheidungstragende in Unternehmen, das Invest­ment in die Weiterbildung nicht auf bessere Zeiten zu verschieben und gerade in der Krise in Schulungen der Mitarbeitergesundheit zu investieren.

Gerechter und gesünder. Der jährlich am 7. April stattfindende Weltgesundheitstag stand 2021 unter dem Motto "Eine gerechte und gesündere Welt schaffen". Ein erklärtes Ziel in der betrieblichen Gesundheitsförderung ist unter anderem die psychosozialen Belastungen, wie arbeitsbedingten Stress, zu reduzieren und in den Unternehmen eine gesunde Präventionskultur zu etablieren. Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz sind eine wesentliche Voraussetzung für resiliente Unternehmen.
Mitarbeitende, die sich wohl fühlen, sind motivierter, belastbarer und leistungsfähiger – vor allem und gerade in Spitzenzeiten. Sie bringen mehr Bereitschaft für positiven Umgang mit Unsicherheit, Veränderung, Flexibilität und Anpassung, sowie den Auswirkungen von New Work mit. Und genau das sind Ressourcen, die die Unternehmen gerade in Krisenzeiten dringend benötigen. Wer nach der Krise als Player wieder ganz vorne mit dabei sein möchte, muss jetzt in die Weiterbildung seiner Mitarbeitenden investieren und diese in ihrer Selbst-führung, ihren Skills und sozialkompetenten Fähigkeiten stärken.

Selbstfürsorge und Fürsorgepflicht. Führungskräfte nehmen eine zentrale Stellung bei der Schaffung und Erhal­tung von gesunden Arbeitsbedingungen ein. Sozialkompetentes Führen in sich rasch verändernden, neuen Arbeitswelten stellt weitaus höhere Ansprüche an die Kompetenzen von Vorgesetzten als klassische Führungs- und Persönlichkeitskonzepte. Füh-rungskräfte sind täglich gefordert, mit den Ambivalenzen zwischen betriebswirtschaftlichem Leistungsdenken und menschlichen Erwartungen positiv und lösungsorientiert umgehen zu können.

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