Das könnte teuer werden...

Trockenheit, Hitze, Überschwemmungen und Stürme schaden der Natur und den von den Wetterextremen Betroffenen. Aber auch die Volkswirtschaften leiden immer mehr unter dem Klimawandel.


Der Klimawandel hinterlässt immer deutlichere Spuren – die Wetterextreme häufen sich weltweit. Auch in Österreich klettern sowohl im Sommer als auch im Winter die Temperatu-ren stetig nach oben und legen ein rasches Tempo dabei vor. Denn während die Erderwär-mung global bei etwa einem Grad Celsius liegt, sind es in Österreich bereits zwei Grad Cel-s-ius. Die Folgen sind Hitzewellen, Trockenheit, aber auch Starkregen, Überschwemmungen, Stürme, Spätfrost und Schneemangel. Aber nicht nur der Natur machen sie zu schaffen, sondern schlagen massiv auch als volkswirtschaftliche Schäden zu Buche.

Abwarten ist keine Option.
Das Fatale daran: Je länger wir warten, um dem Klimawandel gegenzusteuern, desto höher werden die Kosten, die wir zu tragen haben. „Dürren, Stürme und Hagel führen zu Ernteausfällen, Über­schwemmungen zerstören Produktionsstätten und Verkehrsinfrastruktur, Hitze reduziert die menschliche Leistungsfähigkeit, der Anstieg des Meeresspiegels bedroht Lebensraum an Küsten“, zählt Univ.-Prof. Mag. Dr. Karl W. Steininiger vom Institut für Volkswirtschaftslehre und Wegener Center für Klima und Globa-len Wandel der Universität Graz auf. All das verringere den wirtschaftlichen Output, und zwar nicht nur in direkt von Wetter und Klima beeinflussten Sektoren wie der Landwirt-schaft.
Das gelte auch für die Produktion weiterer Güter oder für Dienstleistungen wie den Touris-mus. „Die direkten Kosten durch Nicht-Handeln in der Klimapolitik sind daher bereits heute beträchtlich“, sagt Steininiger, der auch einer der Autoren der interdisziplinären COIN-Studie sowie des im Juni 2020 veröffentlichten Research Briefs „Klimapolitik in Österreich: Innovationschance Coronakrise und die Kosten des Nicht-Handelns“ ist.

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