Aus Grau mach Grün

Wasserstoff spielt schon heute eine nicht zu unterschätzende Rolle in unserem Energiesystem. Im Green Tech Cluster wird auf Hochtouren daran gearbeitet, grauen Wasserstoff dank innovativer Produktionstechnologien durch CO2-neutralen grünen Wasserstoff zu ersetzen und diesen dann auch entsprechend zu speichern bzw. zu transportieren, um eine breite Anwendung erst möglich zu machen.


Im Jahr 2005 wurde der Green Tech Cluster mit 80 Unternehmen mit dem ambitionierten Ziel gegründet, ein „globaler Hotspot für Klimaschutz- und Kreislaufwirtschaftslösungen“ zu wer­den, wie es Cluster-Geschäftsführer Bernhard Puttinger formuliert. Heute befindet man sich auf gutem Weg dorthin. Inzwischen umfasst das Green Tech Valley mehr als 20 Techno-logieführer, 14 Kompetenzzentren und über 235 Clusterunternehmen. Seine Aufgabe sieht Puttinger in der Vernetzung der einzelnen Unternehmen in gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten, im Heben von Synergien, im Beobachten und Kommunizieren aktueller internationaler Trends sowie in der Bewertung möglicher ökonomischer Potenziale hinter diesen Trends.
Dazu werden regelmäßig Vernetzungsveranstaltungen organisiert, Gespräche mit den einzelnen Unternehmen geführt, Zukunftsthemen aufgearbeitet und die Erkenntnisse etwa in Form sogenannter „Green Tech Radare“ publiziert. Ein solches „Radar“ widmet sich dem Thema grüner Wasserstoff, berichtet Johannes Kohlmaier, Projektleiter Climate Solutions. Wasserstoff gelte seit Langem als einer der Energie-Hoffnungsträger der Zukunft mit großem Potenzial vor allem in den Bereichen Energiewirtschaft, Industrie und Mobilität. Was das letztgenannte Einsatzgebiet betrifft, sei der „technologische Reifegrad“ des Wasserstoff-antriebs mittlerweile zwar schon „sehr weit fortgeschritten“, allerdings würden die hohen Herstellkosten des Antriebsstrangs derzeit eine Großserienproduktion verhindern. Als weitere Herausforderung nennt Kohlmaier die fehlende Infrastruktur.
Aktuell gibt es österreichweit ohnehin gerade einmal fünf öffentliche Wasserstofftanks-tellen. Dennoch laufen vor allem in den Sektoren Schienen-, Schwer- und öffentlicher Verkehr vielversprechende Pilotprojekte.

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